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Rhomäisches Reich: Vor Edessa ist es zur Entscheidungsschlacht zwischen römischen und muslimischen Truppen gekommen.
Kirchenstaat: Der Papst hat Legaten nach Konstantinopel und Augsburg entsandt.

[Doukat Edessa: Stadt Edessa] Das Herannahen der Sarazenen

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Donnerstag, 28. Februar 2019, 14:34

Das Herannahen der Sarazenen


Saif ad-Daula, Emir von Aleppo

War die Geduld des Emirs von Aleppo bereits vor Wochen überstrapaziert worden, indem die Byzantiner vertragswidrig Edessa bestürmten, so war sie mittlerweile gerissen, war die Nachricht von der Einnahme der Stadt durch die Rhomäer doch zwischenzeitlich auch bis zu Saif ad-Daula gelangt, der mit einem gewaltigen Heer von 10.000 Mann heranrückte. Zunächst war es seine Absicht gewesen, das sarazenische Edessa damit zu entsetzen. Nun kam es zwangsläufig zu einer Planänderung, galt es doch, die Stadt aus der Hände der Christen zurückzugewinnen. Der lange Zeit kalte Krieg an der Ostgrenze des Imperiums drohte nun wieder heiß zu werden.

Die Späher des Emirs, der der bedeutendste muslimische Fürst in dieser Region war, berichteten ihm von den Maßnahmen, welche die Byzantiner eingeleitet hatten, um das erstürmte Edessa wieder zur Festung auszubauen. Bereits bei der Eroberung der Stadt mussten sie einige Verluste hingenommen haben, wodurch die vielleicht 5.000 Mann, die dieser General Argyros zuvor gehabt haben mochte, wohl deutlich reduziert worden waren. Definitiv waren die Araber in der Überzahl. Man stellte sich auf eine langwierige Belagerung ein.

Natürlich war ein geschickter Stratege wie Saif ad-Daula nicht untätig geblieben. Bereits vor Wochen hatte er an seinen Bruder Nasir ad-Daula, den Emir von Mossul, geschrieben, so dass ein weiterer Zuzug einer beträchtlichen Zahl an Truppen zu erwarten war. Vor seines Bruders Ankunft würde man sicherlich nicht in die Schlacht ziehen. Vielmehr zog man einen Belagerungsring um Edessa, das dadurch eingekesselt wurde. Mochten die Stadtmauern auch massiv sein, so hatte doch bereits der byzantinische Angriff gezeigt, dass Edessa durchaus zu erobern war.

Die Hamdaniden-Brüder galten als die reichsten Fürsten der arabischen Welt. Während Saif im Rufe stand, ein gerechter Herrscher zu sein, galt Nasir als rücksichtslos und tyrannisch. Genau der richtige Mann also, um einem Argyros gegenüberzutreten. Man erwartete täglich die Ankunft seiner Truppen im Heerlager des Emirs von Aleppo.

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Freitag, 1. März 2019, 01:35


Nasir ad-Daula, Emir von Mossul

Wer an das heutige Syrien und den Irak dachte, kam Mitte des 10. Jahrhunderts nicht vorbei an der Dynastie der Hamdaniden. Genau genommen waren es zwei Brüder, die den Ton angaben: Saif ad-Daula in Aleppo und Nasir ad-Daula im weiter östlich liegenden Mossul. Eigentlich hatte der Emir von Mossul keine direkte Feinseligkeit mit dem Byzantinischen Reich, doch da die Integrität des Emirats von Aleppo gefährdet war und dies letztlich auch Mossul bedrohte, hatte er auf den Hilferuf seines Bruders wohlwollend reagiert, indem er mit 7.500 Mann von Mossul aus aufgebrochen war und sich in Eilmärschen in Richtung Edessa bewegte.

Da die Kommunikation der Muslime keineswegs schlechter war als jene der Rhomäer, war dies bereits vor etlichen Wochen geschehen, so dass der Emir von Mossul längst im Anrücken war, als sich Konstantinopel der Gefahr überhaupt bewusst wurde - sei es durch unzureichende Absprache des Militärs oder bloßes Versagen irgendeines Generals. Es war insofern ein für Byzanz alles andere als erquicklicher Moment, als sich die beiden Heere der gefürchteten Hamdaniden-Brüder Anfang März 952 tatsächlich unweit von Edessa vereinigten. Sage und schreibe 17.500 Mann bedrohten nun die erst kürzlich wieder byzantinisch gewordene Stadt. Selbst wenn man sie nicht erstürmen konnte, würde sie einer Belagerung nicht ewig standhalten, zumal im zu erwartenden Klima der Sommermonate.

Von daher schienen die beiden Emire die Sache recht gelassen anzugehen. Der Belagerungsring um Edessa war geschlossen worden, so dass keine Boten mehr hinaus oder hinein kamen. Nun galt es klug zu taktieren, wie man die Stadt am besten zurückgewinnen konnte. Nasir drängte auf einen sofortigen Vergeltungsangriff, doch Saif setzte sich schließlich durch, indem man den christlichen Besatzern - was sie aus muslimischer Sicht ja waren - erst einmal ein Ultimatum stellen wollte. Dazu wurde ein Bote mit weißer Flagge gen Edessa geschickt.


Sarazenischer Bote

"Salam alaikum, Ungläubige!"
, rief derselbe mit lauter Stimme vor dem eilig wieder instand gesetzten Befestigungsring Edessas. "Meine Herren, die Emire von Aleppo und Mossul, wollen euch folgendes Angebot unterbreiten: Übergebt die Stadt Edessa augenblicklich, dann wird jedermann freier Abzug gewährt und es wird kein weiterer Tropfen Blut fließen. Dies schwören die ehrwürdigen Saif ad-Daula und sein Bruder Nasir ad-Daula bei Allah, dem einzig wahren Gott."

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Freitag, 1. März 2019, 13:03

Edessa

Auf einem der Türme des Stadttores stehend, sah Romanos Argyros auf den Boten herab.
Er war in seiner goldenen Rüstung gewandet, neben ihm stand einer seiner eigenen Muselmanen und übersetzte.
Argyros sah den Verteilungsring, mit den gerade in Brand gesetzten Öl und frohlockte. Er sah herab und dachte bei sich,
Ameisen, die sehen da unten wie Ameisen aus.
Dann ließ er den Dolmetscher folgendes verkünden.
" Mein allergnädigster Herr und Gebieter, der großmächtige General und
erhaben Oheim seiner kaiserlichen Majestät Romanos der Großen, der
Senator des großen und mächtigen rhomärischen Reichs, der Doux von
Edessa, seine Gnaden Romanos Argyros, befiehlt Euch unwürdigen Eure
Waffen niederzulegen. er befiehlt euch im Namen des Herrn Jesu,
taufen zulassen. So ihr dieses tut wird er Euch und den Euren
Generalpardon gewähren und weder die Haut abziehen lassen , noch bei
lebendem Leibe in heißem Öl sieden. Niemand nimmt ihm Romanos
Argyros , etwas weg, was er einmal in seinen Händen hat. Der große
und gütige General lässt Euch ausrichten, so ihr es dem Volke der
Dorduga und ihren ehrenwerten Emir Yunus ibn Arslan ibn Toghril,
welcher nun als Jonas Dordugos, als Kentarchos in unserem Heere dient,
gleichtut, so wird es euch an nichts fehlen und wohlergehen.
Denn das großmächtige rhlomärische Reich vergiesst nie, seine getreuen Diener!Es wird keinerlei weitere Verhandlungen geben.
Möge Gott der Herr Eurenarmen Seelen gnädig sein. Richte dieses Deinen Herrn genauso aus."

Argyros befahl dem Dolmetscher noch zu bleiben, falls es noch eine Antwort der Muselmanen geben sollte.
Gleichsam wies er die Kommandanten der Kriegsmaschinen an diese bereit zumachen.
Durch einen Fahnenschwenker sollte das Angriffssignal an Barcas und dessen Einheit übermittelt werden.
Argyros war auf Kampf aus, schließlich war er Soldat und kein Diplomat und man foppte ihn nur einmal, dies war bereits seinerzeit,
mit dem Niederbrennen seines Feldlagers, durch muselmanische Verräter geschehen.
Gleichsam wusste er, dass die Juden de rStadt für ihn kämpfen würden, allein deren Rabbiner würde dafür sorgen.
Schließlich hatte der alte Fuchs Argyros ihnen Generalpardon und Glaubensfreiheit gewährt.
Die Stadtbevölkerung würde ebenso für ihn kämpfen, allein dafür sorgte schon Mykrapolis mit seinen Häschern.
Die Stadt war gut befestigt, die drei Verteidigungsringe standen und Rappenfels war als Kommandant der richtige Mann, am rechten Ort.Hatte jener noch vor dem Anrücken des Feindes, Truppen ausgesandt, welche Oasen und Karawanen überfielen, requirierten, was es zu requirieren gab, so das die Stadt gut versorgt war.

4

Sonntag, 3. März 2019, 19:49


Sarazenischer Bote

Das Ansinnen, welches der Bote im Namen der beiden Emire überbrachte, schlug - natürlich - fehl. Davon waren sowohl Saif als auch Nasir ad-Daula ausgegangen. Doch ließ es sie zumindest als verhandlungsbereit dastehen und als diejenige, die unnötiges Blutvergießen vermeiden wollte. Nun nämlich erscheinen die aus muslimischer Sicht Ungläubigen als diejenigen, die auf Gedeih und Verderb einen Waffengang suchten, waren ihre Bedingungen doch für die Muslime praktisch unerfüllbar, was dieser Generalstatthalter Argyros wohl wohl bedacht hatte, selbst wenn er damit prahlte, dass es einem muslimischen Überläufer alias Verräter gut ergangen sei. Denselben würde man aufs Schärfste zur Rechenschaft ziehen, würde man seiner habhaft.

"Sehrwohl, so will ich dieses Angebot des Herrn Generals meinen Herren überbringen", erwiderte der Bote, der natürlich wusste, dass die Emire dies nie und nimmer erfüllen würden. Zumindest ermöglichte ihm diese Ansage, dass er hier und jetzt ungeschoren davon kam, war er doch schon vom Allerschlimmsten ausgegangen, war den Christen doch alles zuzutrauen. Immerhin hatten sie ihn aber nicht sofort beschossen und sich seine Worte zumindest angehört, wie ertraglos das ganze Manöver auch gewesen sein mochte.

Nun wusste wohl ein jeder auf beiden Seiten, dass es hart auf hart gehen würde, auch wenn mit einer sofortigen Bestürmung der Stadt nicht zu rechnen war, hatten die Emire die Zeit doch auf ihrer Seite. Sobald das Herannahen byzantinischer Verstärkungstruppen ruchbar würde, konnte sich dies natürlich ändern. Für den Moment blieb die Sache zumindest höchst angespannt. Fakt war, dass Edessa eingekreist war und sich allein wohl kaum ewig halten konnte.

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Sonntag, 3. März 2019, 23:48

Romanos stand neben seinen Dolmetscher welcher ihm die Worte des Boten übersetzte. Er nickte und warf dem Mann eine Münze zu, dann sah er den Boten davonreiten und wusste, der Sturm hatte begonnen. Er verliess den Turm und befahl das die Frauen der Stadt, den Medici, das waren die einzigen Mohamedaner die nicht gesotten oder gebrannt wurden waren, zur Hand zu gehen hatten.
Abermals liess er die Wachen verstärken, die Mauer kontrollieren und vor allem die Stadttore sichern. Auch seine Verteidiungsringe liess er von nun an stündlich kontrollieren.
Argyros wusste, die Mohammedaner konnten stündlich, täglich angreifen und der Ersatz war noch fern.
Das sich um Edessa ein Angriffsring geschlossen hat, war ihm sehr wohl bewusst.
Er befahl Bischof-elekt Passeti, täglich Messen lesen zu lassen und für den Sieg zu beten!
Natürlich nusste er auch auf die disziplin achten, so liesse er drei seiner Männer , welche sich an zwei Jüdinen und einer Muslimin vergangen hatten, öffentlich hängen.
Genauso liess er drei Zigeunerin hängen, welche beim Diebstahl erwischt wurden. er war dafür bekannt und berüchtig das seine Strafen, stets drakonisch waren.
Argyros begab sich in sein Quartier.

6

Dienstag, 12. März 2019, 14:56

Mit ihrer Geisel, die wertvoller war als der Offizier bisher ahnte, kehrte die kleine berittene Einheit zurück in Richtung Edessa. Man machte einen großen Bogen über das Lager der Ungläubigen, wollte man ihnen doch nicht in die Hände fallen. Als man im Lager angekommen war, brachte man die Frau direkt zu den beiden Emiren, die entscheiden sollten, was mit ihr geschehen sollte. Dass sie von hohem Stand war, war der Frau trotz der Umstände anzusehen und man sollte Frauen beim Militär nicht unterschätzen; womöglich war sie eine byzantinische Spionin. Einer der Männer, der des Griechischen mächtig war, durchsuchte die Taschen der mutmaßlichen Agentin nach nützlichen Dingen und stieß dabei auf ein Papier, das laut Unterschrift von einem Romanos Argyros verfasst worden war. "Argyros?", murmelte Sejat. "Heißt so nicht der ungläubige Aggressor, der Edessa überfallen hat?" Er nahm sich das Papier, bei dem es sich offenbar um einen Brief handelte und überflog es, soweit er es verstehen konnte. Langsam, aber immer breiter wuchs ein bösartiges, triumphierendes Grinsen im Gesicht des Dabit. Sofort stieß er zu den Emiren vor.
"Meine Brüder, großartige Neuigkeiten! Offenbar handelt es sich bei der Frau um das Eheweib des Generals Argyros!", rief er laut und wedelte mit dem Brief. "Dieses Schriftstück haben wir bei ihr gefunden, unterzeichnet von dem Chansir und an sie adressiert! Unsere Geisel könnte weitaus wertvoller sein, als wir dachten!"

7

Mittwoch, 13. März 2019, 16:10


Nasir ad-Daula, Emir von Mossul

Der Emir von Mossul war zuerst zugegen, als Sejat Ibn al-Zahir eine Geisel brachte, die sich als besonders bedeutend herauszustellen schien, war es doch niemand Geringerer als eine gewisse Agatha Lekapene, die Angetraute des Generals Romanos Argyros, dem Eroberer und nunmehr Verteidiger von Edessa!

"Ausgezeichnete Arbeit!", lobte Nasir den Dabit und beäugte das Weibsbild, das ihm durchaus gefiel. "Es wird sich ja zeigen, wieviel Ihr Eurem Gemahl wert seid", lachte er hinterlistig. "In jedem Falle werdet Ihr bald schon meine Bekanntschaft machen, haha."

Da stieß sein Bruder Saif hinzu, dem das Gebaren seines Bruders missfiel. Die beiden unterschieden sich auch hierin, war der Emir von Aleppo doch weithin bekannt für seine Gerechtigkeit.


Saif ad-Daula, Emir von Aleppo

"Ich glaube, es ist Zeit, dass du dich um die Vorbereitungen zur Schlacht kümmerst, Bruder. Mir scheint, die Rhomäer suchen eine baldige Entscheidung." Mit dieser Ansage deutete er Nasir an, dass er die Frau in Ruhe lassen sollte mit seinen anzüglichen Bemerkungen. Genervt verschwand der Mossuler dann auch alsbald. Als man unter sich war, wandte er sich an Agatha. "Es wäre das Weiseste, würdet Ihr ein Schreiben an Euren Gemahl aufsetzen, Prinkipissa. Überzeugt ihn darin, Edessa zu räumen, und es soll kein weiterer Tropfen Blut fließen." Tatsächlich war dem Emir von Aleppo nicht wirklich an einem Waffengang gelegen. "Ihr könnt es Euch ja überlegen. So Ihr Euch dazu bereit erklärt, wird man Eure Fesseln lösen und Euch Schreibzeug bringen." Mit diesen Worten machte auch er kehrt.

8

Mittwoch, 13. März 2019, 18:05

Widerwillig hatte die Lekapene erkannt, dass sie machtlos war gegenüber dem Feind und so fügte sie sich - zumindest vorerst - ihrem Schicksal. Man brachte sie schließlich zum Anführer der Muselmannen, der ein recht gebrochenes Griechisch sprach, von dem Agatha nicht alles verstanden hatte. Sie würdigte den Mann keines Blickes und antwortete auch nicht, da kam auch schon ein zweiter herbei, der deutlich mehr Würde ausstrahlte. Dieser forderte sie nun auf, ihren Gatten zum Rückzug aufzufordern und Edessa aufzugeben. Erhobenes Hauptes blickte sie auf den Emir herab, dann spuckte sie ihm vor die Füße und wandte sich von ihm ab. "Wenn Ihr glaubt, Romanos Argyros gebe sich so leicht geschlagen, dann habt Ihr diesen Krieg bereits verloren!"

9

Donnerstag, 14. März 2019, 10:26

In seinen Quartier sass Romanos Argyros und fühstückte ausgibig.
Diener eilten hin und her um dem General die Früchte des Orients zu kredenzen.
Jener ließ es sichmunden. Während er also sein Frühstück genoss stürzten ein
Meldebote herein und fiel zu Boden, beinahe hätte der ungeschickte
Kerl doch des Agyren Tafel umgerissen, das wäre was geworden,
Argyros hätte den Kerl eigenhändig in das im Graben vor den
Stadtmauern brennende Öl geworfen. So aber winkte er gnädig, das
der Medicus Suleiman ibn Rahman erschien, zwei Wachen stellten den
Kerl auf die Beine, Suleiman, schaute sich ihn kurz an und flößte
im eine Tinktur ein. jene schient dem Mann wiederaufleben zu lassen, jedenfalls konnte er seinen Meldung stammeln.


"Mein General, die Muselmanen nähren sich. Gleichzeitig nähren sich zwei Züge den Muselmanen, der eine scheint unser Entsatz zu sein, der andere
entweder Pilger, die das heilige Grab besuchen wollen oder gar
, denn diese stehen eindeutig unter dem Zeichen des Kreuzes."


Mit den Worten sackte der Mann wieder zusammen ,
er wurde auf ein Zeichen Suleimans in dessen Krankenstube
gebracht, Suleiman selbst verabschiedete sich mit einer Verbeugung.
Regungslos speiste Argyros weiter, erst als er gesättigt erhob er sich. Dann winkte er einen Soldaten heran.

"Gehe eilends zu den Alarmmeldern,
sie sollten Barcas und seinen Elefanten das Zeichen geben sich bereit
zumachen, sowie der Entsatz und so Gott will ,die Kreuzfahrer, die
Muselmanen angreifen , hat er es ihnen gleichzutun. Es ist ihm
genauso zu signalisieren, abtreten."

Der Soldat trabte eilends ab, denn er wusste es war nicht gerade gesundheitsförderlich , General Argyros zu verärgern.
Heute könnte ein großer Tag werden, ein Tag, der ihm Romanos Argyros, zum Ruhm gereicht und Gott zur Ehre, so sinnierte jener frohgelaunt.

10

Freitag, 15. März 2019, 20:27


Sarazenischer Bote


Die Belagerung dauerte schon einige Tage an, als der sarazenische Bote sich erneut, eine weiße Flagge schwenkend, der Stadtmauer näherte. Gut 50 Meter vor der Mauer blieb er stehen und zückte seinen Bogen. Er spannte einen Pfeil ein, an dem Eine Nachricht aufgespießt war sowie an dem ein kleines, leichtes Beutelchen befestigt worden war; legte an, zielte und schoss ab. Der Pfeil schoss gen Mauer und traf unglücklicherweise einen der Wachmänner in der Schulter - keine tödliche Wunde, zumindest nicht, wenn sie gleich behandelt wurde. Das Pergament erhielt eine Nachricht an den General:



General Argyros

Die Umstände haben sich geändert. Wir haben Agatha Lekapene in unserer Gewalt. Wir geben Euch zwei Tage Zeit, um die Stadt zu räumen und nie mehr wieder zu kehren.
Solltet Ihr den Ausfall wagen wird die Geisel sterben. Sollten Eure Freunde einen Angriff wagen wird die Geisel sterben. Solltet Ihr Euch in zwei Tagen noch in der Stadt aufhalten, wird die Geisel sterben.
 



Mehr war nicht geschrieben, doch im kleinen Beutelchen befanden sich Kette und Ring der Geisel. Man hoffte auf sarazenischer Seite, die Schmuckstücke würde man unter den Besetzern wiedererkennen und entsprechend handeln.

Der Bote gab seinem Pferd die Sporen und war so schnell verschwunden wie er aufgetaucht war.

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Samstag, 16. März 2019, 10:07

Die Order die Argyros gab wurden promt ausgeführt. Etwas später herrschte plötlich große Aufregung in der Stadt. Argyros Diener erschien in seinem Arbeitszimmer und warf sich zu Boden.

"Oh ;Herr, es ist etwas an Furchtbaren geschehen."
Verwundert er hob sich Argyros und deutete den Diener sich zu erheben.
"Sprich , was ist los?"
Argyros hatte plötzlich einmerkwürdiges Gefühl, eine dumpfe Ahnung, von dem was der diener vermelden würde.
"Einer unser Wachmänner wurde durch einen Pfeil verwundet, Herr. Man brachte in zu einen der Medizi. was aber wichtig ist an der Pfeile hin dieser Beutel und die Nachricht."
Unter tiefer Verbeugung übergab der diener Argyros den Beutel und das Schreiben, beides waren von Blut benetzt.
Aegyros nahm , mit spitzen Fingern, das prtgament an sich und las es. Er wurde aschfahl, hatte sein gefühl ihn dovch nicht getäuscht.
Abermals las der das Schreiben und schloss kurz die Augen. Dannn straffte er sich, warf das Pergament ins Feuer und deute dem Diener an zu verschwinden, wa jener unter Verbeugungen tat.
Mit schnellen schritten verliess er das Arbeitszimmer und sein quartier und begab sich zum dem Haus indem seine Offiziere untergekommen waren.
Es ertönte ein "Achtung", als der Oberbefehlshaber das Haus betrat. Argyros setzte sich an den langen tisch und hub an zu sprechen.
"Meine Herren, heute ist ein dunkler Tag für mich, Eure Frau general, mein getreues Eheweib, die Schwester der Kaisermutter und Tante des Kaisers, ist in die Hände der muselmanischen Teufel geraten. Ich kann Ihnen nichts über die Umstande sagen, nur das die Ungläubigen Hunde, mir eine Botschaft zukommen liessen.
Der Text, ist so umrissen, egal was wir tun, man wird mein Eheweib töten! Einzig wir geben Edessa auf. Als Beweiss schickten sie Ring und Kette Agathas ."
Argyros machte eine Pause ,schloss die augen und holte tief Luft.
"Meine Herren, sie sehen einen trauernden Wittwer vor Ihnen stehen, denn weder wird der Angriff unser Elefanten abgegeblasen, noch werden wir die unsere Stadt aufgeben.
Gott,der Herr, weiss , ich liebe mein getreues Eheweib über alles, aber nicht einmal für sie würde ich , dass was ich eingenommen habe, wieder hergeben. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie meine Herren, ihren Männern beibringen, das für den Tod der Kaisertante, alle Muselmanen, welche gegen uns kämpfen getötet werden. Ergo es werden keine Gefangenen gemacht. Ich weiss das Agatha meine harte Entscheidung verstehen wird, sie hätte , im umgekehrten Fall nicht anders gehandelt.
Ich danke für ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen Kriegsglück."
Argyros erhebt sich und verlässt das haus. Er spaziert durch die Stadt ,denn er benötig frische Luft.

12

Samstag, 16. März 2019, 21:13

Kurz nachdem der Bote von der Stadtmauer zurückgekehrt war, erschien der Offizier, der Agatha festgenommen hatte, in dem Zelt, in dem man sie gefangen hielt. Sie war an einen Stuhl gefesselt, ihre Hände waren ebenfalls gebunden und sie war geknebelt worden. Drei Männer hielten Wache über die wertvolle Geisel. Sejat näherte sich seiner Gefangenen und nahm ihr den Knebel ab.
"Dein Mann wissen nun, dass du hier bist", eröffnete er ihr in gebrochenem Griechisch, doch zumindest brauchte er keinen Dolmetscher. "Hoffen wir für dich, dass er bald abziehen aus Edessa." Er grinste und zeigte dabei eine Reihe angefaulter Zähne.

13

Samstag, 16. März 2019, 21:39

Durst. Agatha hatte Durst. In dieser Region war es bereits im Frühling wärmer als zuhause, dazu war es staubtrocken. Schweiß rann der Lekapene den Nacken entlang und den Rücken herunter und die Fesseln rieben ihr die Handgelenke auf. Agatha konnte nicht sagen, wie lange sie bereits hier saß, als der Soldat erschien, der sie aufgegriffen hatte. Offenbar war er hier, um damit anzugeben, dass man ihren Gatten über ihrer Geiselnahme informiert hatte. Mit Verachtung blickte Agatha dem Soldaten in seine schmutzigen, ehrlosen Augen. "Dann wisst Ihr ja, dass Euer letztes Stündchen geschlagen hat. Wenn Romanos Argyros erfährt, dass ich hier bin, wird er kommen und Euch persönlich den Hintern versohlen!"

Sie lehnte den Kopf nach hinten und schloss die Augen. Romanos würde kommen. Er würde sie befreien. Er würde nichts unversucht lassen, um sie hier herauszuholen. Da war sie sich sicher.

14

Samstag, 16. März 2019, 22:04

Die Frau zeigte sich aufmüpfig und hatte es sogar in sich, Sejat zu drohen. Er verpasste ihr eine schallende Ohrfeige, warf den Kopf in den Nacken und lachte.
"Wenn dein Mann nicht spuren bis heute Abend, ich ihm werden schicken einen Finger von dir. Eine kleine zuerst, morgen früh eine große. Wir werden sehen."
Dabei tappte er ihr mit seinem Krummsäbel auf den Schoß. Er stopfte der Gefangenen den Knebel zurück in den Mund und verließ das Zelt wieder, immer noch triumphierend lachend.

15

Samstag, 16. März 2019, 23:12

Die Elefanteneinheit des Barcas hatte das Signal erhalten und marschierte auf die Flanke der Muselmanen zu. das man Agatha , das Eheweib des Argyros, im Lager der Muselmanen gefangen hielt wusste man hier noch nicht.

Man rückte unaufhaltsam auf das Lager der Feinde zu. Eine Wand großer grauer Leiber bewegte sich gen das Lager der Muselmanen.
Barcas hatte die formation folgendermaßen auf gestellt, an der Spitze die elefanten mit den schleuderern, dann die mit den Speerwerfer, dann die aufgesessene Infanterie, die Bogenschützen und zum Schluss die zugeordnete Kavallerie unterdenen sich auch der Elefant mit Barcas befand.
Eigentlich war nur ein Scheinangriff geplant, es könnte aber auch anders kommen. Barcas sass im Kommandostand seines elefanten und war guten Mutes sein Generak nucht zu endtäuschen. So stammte die Elefanteneinheit Meter um Meter auf das Feindeslager zu.

16

Sonntag, 17. März 2019, 00:28

Inzwischen hatte der byzantinische (Schein-)Angriff auf das Lager der Sarazenen begonnen. Die Offiziere brüllten Befehle, während die Soldaten sich einreihten, die Kavalleristen sich auf ihre Pferde schwangen und in den Kampf zogen. Sejat war hingegen ein besonderer Dabit. Er kommandierte eine Spezialeinheit. Sicher, kämpfen konnten sie alle, doch waren seine Leute zu wertvoll, um im Schlachtfeld drauf zu gehen. Vor allem die Assassinen waren im anonymen Krieg auf dem Feld völlig nutzlos und unterlegen. Es war an der Zeit, seine Drohung wahr zu machen. Ein einfacher Tod war jedoch zu gnädig.
Sejat betrat das Zelt, in dem nach wie vor die drei Männer Wache hielten, obwohl draußen die Welt unterzugehen schien. Zielstrebig ging er auf die Gefangene zu, durchschnitt die Fesseln, die sie am Stuhl hielten und packte sie am Arm. "Mitkommen", knurrte er und verband ihr die Augen. Draußen warteten seine Männer auf ihn. Er hievte Agatha auf sein Pferd, schwang sich dann selber darauf und gab ihm die Sporen.
Der General hatte sich seinen Forderungen widersetzt - und würde nun dafür bezahlen.

17

Sonntag, 17. März 2019, 22:47

Während Barcas mit seinen Elefanten ein Scheinangriff durchführte hatte Argyeos den Kommandanten seiner Kriegsmaschinen Befehl gegen in Richtung des Feindes Zu feuern was die Maschinen hergaben. Material oder Menschenverlust war ihm völlig egal. Es zählte nur die Vernichtung des Feindes. Er hatte vorgesorgt, sollte das Entsatzheer unterliegen so würde er Edessa in Schutt und Asche liegen.
Hier und heute würde sich für Jahrhunderte entscheiden ob christliche oder muselmanische Herrschaft in diesen Teil der Welt regieren würde.
Argyros hatte alle Befehle erteilt und zog sich zum Gebet in die Kirche zurück. Er selbst konnte eh nichts mehr tun, die Order waren erteilt, die Schlacht begonnen.

18

Montag, 18. März 2019, 23:02

Barcas drang mit seinen Elefanten indas gegnerische Lager vor, er hatte eine Seite gewählt in der seine
Elefanten nicht von eigen Wurfgeschossen , Pfeilen , bzw. brennenden
Stoffen getroffen werden konnten. Seine Truppen rückten tapfer gegen
den zahlenmäßig überlegen Feind vor. Wie es schien, war im
Feindesland ein Brand aufgebrochen, was zur Verwirrung des Gegners beitrug.
Barcas ließ Signal setzen den Brand zu umgehen, da sonst die Dickhäuter durchgingen.


Nach dem die Einheit den Bogen geschlagen stapfte die graue Wand, Meter für Meter weiter. Unter den Füssen der
Tiere verendet so mancher Muselmane. Allerdings blieb auch die
Einheit von Verlusten nicht verschont , so begrub ein Elefant beim
Sturz nicht nur die ihn bedrängenden Muselmanen, sondern eben auch
seine aufgegessene Einheit, in dem Fall schleudere. Ein weiterer
Dickhäuter war dem Feuer zu nah gekommen und ging durch, was eben
mit dem Tode seiner aufgesessenen Einheit, hier Sperrwerfer, endete.
Allerdings leiste das wild gewordene Tier , Barcas unbewusst noch
gute Dienste indem es alles was im im Weg war zermalmte. das was man
erreichen wollte hatte erreicht die Muselmanen verwirrt. Barcas
ließ seinen Reiter durch das Lager preschen, hierbei brachten sie interessante Beute mit.
Man hatte zwei Mohren gefangen, die armen Knaben schlotterten vor angst als Barcas seinen Reitern befahl diese in sein
Lager zu verschaffen und keineswegs zu töten.

Barcas ließ ein weiteres Signal zum
Bogenschlagen setzen und wieder trampelt seine Elefanten alles nieder was ihnen vor die Füße kam.

Eines muss man den Musels lassen, sie
wehrten sich tapfer, so mancher der Dickhäuter hatte böse Blessuren
und auch jetzt wurden wieder zwei der Elefanten getötet, samt ihren
Einheiten aber auch ihren Angreifern. Ein weiterer Elefant war dem
Feuer zu nah gekommen und drehte durch. Barcas muss mitansehen,
wie er drei weitere Elefanten samt Einheit verlor weil die Elefantenführer ihre Tiere in die eigene Schusslinie leiteten.
Im großen und ganzen war der Auftrag erfüllt, also ließ Barcas zum Rückzug blasen.
Ein Feld der Verwüstung hinterlassend zog sich die zwar dezimierte aber immer kampffähige graue Wand zurück.