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Rhomäisches Reich: Der Papst besucht Konstantinopel. Die Sicherheitsmaßnahmen sind enorm verschärft worden, während die Behörden sich um Aufklärung des Anschlags bemühen.
Armenien: Sämtliche Zölle zwischen Armenien und dem Reich wurden aufgehoben. Das Kaiserreich plant den Bau einer Zweigstelle der Kaiserlichen Kreditanstalt in Kars.

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Sonntag, 6. Mai 2018, 17:12





An Seine Kaiserliche Majestät Autokrator Kaisar Flavios Romanos



Euer Majestät!

Durch den Weggang Seiner Exzellenz des Metropoliten von Chalkedon, unseres Kanzlers und getreuen Freundes Bischof Theodoulos, nunmehr Erzbischof, ist die Stelle für das Bistum Chalkedon vakant.
Da es sich um ein wichtiges Bistum, das sich noch dazu durch die Nähe zur Hauptstadt und unserer höchsteigenen Diözese auszeichnet, möchten Wir Euch anhalten, einen möglichst nahtlosen Übergang zu einer Neubesetzung anzustreben.
Erlaubt Uns, für dieses hochwürdige Amt unseren Freund und Bruder, Megas chartophylax Presbyter Niketas Angelos zu empfehlen. Bruder Niketas ist Unserem eigenen Bischofsstuhl und dem Thron bis aufs Äußerste loyal ergeben und würde das Amt Unserer Erfahrung nach bestens bekleiden.


Hochachtungsvoll,



 

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Montag, 7. Mai 2018, 01:58





Seiner Exzellenz dem Minister der Finanzen
Logothetes tou genikou
Diokles Phokas


Exzellenz,
mit Bestürzung schreiben Wir Euch diese Zeilen. Bei der Prüfung verschiedener Unterlagen stießen der Megas oikonomos und Unsere eigene Person auf einen ungeheuren Frevel, der sich unter der Herrschaft des Usurpators Romanos Lekapenos ereignet hat. Als Angriff auf Unsere höchsteigene Person und damit auch Seine Majestät den Autokrator höchstselbst hatte der Frevler sämtliche Zahlungen an Geistliche meiner Diözese untersagt. Diese Gelder wurden allesamt aus der Kasse des Patriarchats bezahlt - und das über Monate, gar Jahre!
Wir stellten mit Bedauern fest, dass die der Kirche zustehenden Gelder bis heute noch nicht ausgezahlt wurden; sicher ein Versehen, dass einer Eurer Angestellten verschuldet haben muss. Wir sind zuversichtlich, dass Ihr Uns in Bälde die gesamte Summe inklusive einer Ausgleichszahlung für ausgefallene, unterdrückte Spendenzahlungen sowie eines angemessenen census überbringen werdet und verbleiben bis dahin mit freundschaftlichem Gruße

hochachtungsvoll,



 

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Dienstag, 8. Mai 2018, 13:22




Ihrer Majestät
Basilissa Helena



Euer Majestät!

Wir haben die Zahlung von 350.000 Solidi erhalten und danken Euch für Euer Verständnis und Euer schnelles Handeln. Des Weiteren sind Wir Euch über die Maßen für Eure persönliche Spende dankbar und werden Euch in Unser allabendliches Gebet mit einschließen. Seid Euch meiner Unterstützung und der unseres Herrn Jesus Christus gewiss.


Hochachtungsvoll,



 

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Freitag, 11. Mai 2018, 04:30

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THEODOOULOS
durch Gottes Gnade Bischof
Seiner kaiserlichen Majestät
ROMANOS II.
Gruß und Segen!


Eure kaiserliche Majestät!

Nachdem Eure kaiserliche Majestät sich entschlossen haben, meine demütige Person zum geistlichen Berater des Bischofs von Rom zu ernennen, bin ich nun mit meinem Gefolge in der Ewigen Stadt angekommen und habe bereits begonnen, meine Aufgaben dort aufzunehmen. Zeitgleich mit dem Beginn meiner Amtsführung, möchte ich der Krone, der als Kronrat Eurer Majestät meine ungeteilte Loyalität gilt, einen dringenden Bericht über die Zustände in Rom zukommen lassen, um Euch in Kenntniss über die Umstände dort zu setzen.

Die Heilige Stadt zeigt sich leider in einem äußerst heruntergekommenen und zutiefst bedauernswerten Zustand, sowohl in weltlicher als auch in geistlicher Hinsicht. Die Stadt Rom ist unglücklicherweise ein stetes Opfer von Streitigkeiten und Intrigen der lokalen und eingesessenen Adligen, die sich bisweilen, außerhalb der kaiserlichen Autorität und Hierarchie befindend, durch selbige ambitionierte Streitigkeiten selbst bereichern und in ihrem Einfluss sowie ihrer Macht erhalten möchten. Das Opfer genannter Ausartungen ist eindeutig die römische Bevölkerung und die Stadt selbst mitsamt ihrer öffentlichen Ordnung und Infrastruktur. Das Papsttum ist, nach meinen Beobachtungen, nichts weiter als ein machtloser Spielball in den Händen dieser lokalen Familien und demgemäß unfähig auf die neue Situation nach der Restitution des Status Pontificus zu reagieren. Diese Familien wenden sich entsprechend gegen die von Euch gewollte Ordnung und mischen sich darüber hinaus über die Maßen, in einer ihrem Range und Amte nicht angemessenen Weise, in die internen Belange der Kirche von Rom ein. Der Schaden für die Stadt und die Kirche ist dementsprechend enorm. Durch Nepotismus und Simonie werden bereits Kinder vermögender Adliger in den Bischofsstand erhoben. Ein klarer Verstoß gegen die Bestimmungen des Konzils von Chalkedon und seiner ehrwürdigen Väter.

Besonders erwähnenswert ist die Adelsfamilie Spoleto. Octavian von Spoleto wurde bereits als Kind illegitimerweise zum Bischof geweiht und regiert samt seinem Vater Alberich nun de facto den Kirchenstaat. Agapitus II. gebührt die Herrschaft nur dem Namen nach. Besonders der junge Octavian zieht mit seinem sündhaften und ausschweifendem Lebensstil den Ärger und das Entsetzen der römischen Bevölkerung wie unser eigenes auf sich. Ehebruch sowie der Bruch der klerikalen Gelübde werden offen in der Öffentlichkeit ausgetragen. Die Verwaltung des Kirchenstaates ist unorganisiert und in Anbetracht der neuen Aufgaben völlig überfordert. Die lokalen Adligen, wenngleich sie keine kaiserlich legitimierte Autorität besitzen, versuchen diesen unguten Zustand zu ihrem eigenen Machterhalt und Vorteil zu erhalten und auszunutzen. Darüber hinaus hat der Heilige Vater Agapitus den jungen Octavian von Spoleto, wohl unter hohem Druck der lokalen Adelsfamilie Spoleto, zum Leiter der Verwaltung des Kirchenstaates ernannt. Diese bereits überforderte und unorganisierte Verwaltung, die nicht einmal ansatzweise auf dem Niveau der Hauptstadt liegt, wird nun von einem ungeschulten und unfähigen Kardinal geleitet, der sein Amt durch Simonie erwarb und einen höchst anrüchigen Lebensstil in der römischen Öffentlichkeit führt.

Eure Majestät, diese lokalen Adligen und Machthaber widersetzen sich Eurer eingesetzten und gewünschten Ordnung. Sie stehen nur loyal sich selbst gegenüber und betrachten die Kirche Gottes mit Geringschätzung. Sollten Eure kaiserliche Majestät weiterhin eine direktere Kontrolle des Kirchenstaats durch den Papst wünschen oder sollten Eure Majestät auch nur die Anerkennung Eurer kaiserlichen Gewalt dort wünschen, so liegt der Schlüssel dazu nicht beim Papst, sondern bei genannten Adligen. Als Euer Kronrat und als von Euch eingesetzter Berater des Heiligen Stuhls möchte ich Euch, den Verteidiger Glaubens und von Gott gewollten Herrscher, raten, auf diesen gotteslästerlichen Zustand zu reagieren und ebenso die weltlichen Zustände der Stadt und ihre Verwahrlosung nicht außer Acht zu lassen, ist ein fruchtbares Wachstum der Stadt und ihrer Ländereien durch Euch gewünscht. Ein beherztes Eingreifen würde das Ansehen Eurer Majestät als Garant des christlichen Glaubens und Beschützer der Kirche in der christlichen Welt sicherlich vergrößern und dasselbe als Erbe über Eure Herrschaft hinaus für die christliche Nachwelt festhalten. Wollen Eure Majestät den Status Pontificus tatsächlich wiederherstellen oder ihm eine gewisse Ordnung nach rhomäischem Vorbild zu Grunde legen, so ist dies ohne weitergehende Vollmachten aufgrund des Widerstands der Adligen und dessen Geringschätzung Eurer kaiserlichen Autorität nicht umzusetzen.

In Anbetracht dieser Zustände ist die Kirche von Rom sowohl in weltlichen als auch geistlichen Dingen machtlos und funktionsunfähig. Das Amt des Paptes und somit auch mein Eigenes existiert nur dem Namen nach und einzig auf dem Papier und ich werde mich, wenn Eure Majestät keine anderen Wünsche äußern, nun vermeht dem Studium geistlicher Schriften und dem Gebete widmen. Weiterhin stehe ich natürlich weiteren Instruktionen Eurer Majestät zur Verfügung.

Im Gebete zu Gott für Euch, Euer Haus und Eure Anliegen verbleibe ich demütigst Euer loyaler Kronrat

25

Sonntag, 20. Mai 2018, 18:27

An die Römische Kaiserliche Majestät
Alleruntertänigstes Ansuchen und Bitten
um Allergnädigste Gewährung Allerhöchstderselben Vergebung


Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster, Unüberwindlichster Römischer Kaiser!

Allergnädigster Kaiser und Herr! Herr!

Euer Römische Kaiserliche Majestät wollen Allergnädigst geruhen, in Anbetracht meines übereifrigen und de iure illegalen Handelns in der Sodomiterangelegenheit mein Alleruntertänigstes Ersuchen um Nachsicht und Vergebung wohlwollend zu behandeln. Gewisslich bewiesen Euer Majestät in Allerhöchstderselben Allergnädigsten Weisheit ein unverdientes Maß an Gnädigkeit gegenüber meiner Wenigkeit. Ich hege die Hoffnung, dass Euer Majestät mir trotz dieser Vorkommnisse auch zukünftig gewogen sein mögen und entschuldige mich in diesem Zusammenhang noch einmal ganz ausdrücklich für meine wenig durchdachte Aktion.

Eurer Kaiserlichen Majestät
Alleruntertänigst treu gehorsamster Diener


 

26

Freitag, 25. Mai 2018, 17:41

Seiner Majestät dem Autokrator
Großer Palast zu Konstantinopel

Rom, XIX. April A.D. 951

Ew. Majestät!

Allergnädigster Kaiser und Selbstherrscher! Ich setze diese Zeilen an Euch auf, um Euch als langjähriger gehorsamster Gefolgsmann hinsichtlich der Zukunft des alten Roms, der Ewigen Stadt, zu konsultieren. Mein Haus, das ehrwürdige Geschlecht der Markgrafen von Spoleto und Grafen von Tusculum, hat sich früh und entschlossen auf die Seite Ewr. Majestät und hinter Dero Ansprüche auf Italien gestellt. Bereits seit zwei Jahrzehnten bin ich aufgrund der Gnade Ewr. Majestät Vorgänger selbst Senator des Rhomäischen Reiches und als Prinkeps Fürst desselben, und Ew. Majestät geruhten Allerhöchstselbst, mich mit der Verwaltung der Provinz Urbicaria, des Gebietes des Kirchenstaates, zu betrauen, welche ich durch zwei Jahre nach bestem Wissen und Gewissen versah. Obschon ich mich unlängst aus der Tagespolitik zurückgezogen habe und gleichsam nurmehr als Privatmann agiere, liegt mir das Schicksal Roms doch nach wie vor besonders am Herzen. In brennender Sorge verfolge ich die Geschicke der Ewigen Stadt und möchte meinen bescheidenen Teil dazu beitragen, ihren durch Ewr. Majestät unübertreffliche Weisheit eingeleiteten Wiederaufstieg mit Kräften zu befördern. Aus diesem Grunde und um allen Eventualitäten vorzubeugen ist es mein heißes Bestreben, die bestmögliche Vorsorge zu treffen, was die Zukunft des Papsttums anbelangt, muss uns als guten Christenmenschen der Nachfolger Petri ein besonderes Vorbild sein. Diesbezüglich haben mich nicht weniger als drei Kardinalbischöfe der Heiligen Römischen Kirche ersucht, Ewr. Majestät im Wissen ob Dero Allerhöchstem Nominierungs- und Vetorecht eine durch den Heiligen Geist inspirierte Empfehlung zu machen, was die Erwählung des künftigen Bischofs von Rom anbelangt. Aufgrund des angegriffenen gesundheitlichen Zustandes des Heiligen Vaters will es mir als eine ernste Pflicht erscheinen, Ew. Majestät bereits frühzeitig in dieser Angelegenheit um Dero weisen Rat zu ersuchen. Die drei genannten Kardinalbischöfe von Ostia, Palestrina und Velletri, allesamt tadellosen Rufes, haben dieses Schreiben eigenhändig mit unterzeichnet, um sein Gewicht zu erhöhen, welches mein eigenes bescheidenes Wort gleichsam unendlich erhöht. Als künftigen Papst nämlich schlagen die nämlichen Kardinäle meinen eigenen legitimierten Sohn Octavian von Spoleto, Kardinaldiakon von Santa Maria in Domnica, vor. Diesem Vorschlag schließe ich mich nach schwierigen inneren Kämpfen ob der ungeahnten Ehre nach langem Abwägen an. Mögen selbstverständlich Ew. Majestät allein darüber befinden und diese Allerhöchste Entschließung dem Katepano als Ewr. Majestät Generalstatthalter in Italien beizeiten mitteilen, welcher an Ewr. Majestät Statt vor Ort agiert.

Alleruntänigst als Ewr. Majestät treuer Diener ersterbend


† Benignus Ep. Card. Ostiensis
† Theophylactus Ep. Card. Palestrinensis
† Leo Ep. Card. Veliternensis

 

27

Donnerstag, 31. Mai 2018, 21:47


COELESTINUS II.
Servorum Servorum Dei, durch Gottes Gnade Bischof von Rom
Seiner kaiserlichen Majestät
ROMANOS II.
Kaiser des Rhomäischen Reiches
Gruß und Apostolischen Segen!

Eure kaiserlicher Majestät!

Wir möchten Eure Kaiserliche Majestät hiermit darüber in Kenntnis setzten, dass Unsere demütige Person, einst unter dem Namen Theodoulos Philanthropenos als Euer loyaler Kronrat bekannt, in Anbetracht der weit verbreiteten und gefährlichen Korruption in der ewigen Stadt, deren Ausmaß Eure Majestät bereits Unserem Bericht entnehmen konnten, in Berufung auf Unser Gott gegebenes Recht als Koadjutorbischof des Heiligen Stuhles, denselben Heiligen und Apostolischen Stuhl durch Gottes Gnade und Vorsehung nun unter dem Namen Coelestinus bestiegen haben.

Wir möchten Eurer kaiserlichen Majestät darlegen und erläutern, dass in der ewigen Stadt eine frevelhafte und verwerfliche Intrige des Hauses Spoleto geplant war, sich der Heiligen Vollmachten des Apostolischen Stuhles widerrechtlich und gottlos durch Drohung und Simonie zu bemächtigen, der nur auf diese Weise ein schnelles Ziel gesetzt werden konnte. Kardinal Octavian erdreistete sich gar, diese gottlosen Pläne Uns frei und frank in Unser entsetztes Gesicht durch seine im Lateranpalast befindliche Hure zu offenbaren. Ferner hat er Unsere Heilige Person mit dem Tode bedroht, sollten Wir Uns nicht seinem ruchlosen Komplott anschließen und Gott, die Kirche und Eure Majestät verraten. Selbstverständlich widerstand Unsere demütige Person diesem Versucher und bleibt Gott, der Kirche und Eurer Majestät loyal, wenngleich Wir nun um Unser Leben fürchten müssen, das Uns durch seine Schergen jederzeit genommen werden könnte, hätten Wir nicht sichere Zuflucht gesucht.

Eure kaiserliche Majestät! Die Lage in der ewigen Stadt ist äußerst ernst und die Heilige Kirche von Rom droht in Gottlosigkeit und Korruption zu versinken, solange ebenjene sündhaften Menschen sich im Besitz der weltlichen Gewalt befinden und Volk und Klerus bedrücken. Wir ersuchen Eure kaiserliche Majestät daher Unser Pontifikat der göttlichen Vorsehung und Wahrheit zu unterstützen und Kardinal Octavian, der sich illegitmerweise durch Simonie seine Weihen erschlich, und die in Augen der Kirche und den Augen des Herren null und nichtig sind, der weltlichen Macht in Rom zu berauben und denselben festsetzen zu lassen, aufdass er seiner gerechten Strafe in Anbetracht solcher Gottloiskgeit und Sündhaftigkeit zugeführt werden möge.

Gegeben zu Rom, dem Sitz des Heiligen Apostelfürsten Petrus, am zweiten Tage vor den Kalenden des Iunius, im Jahre des Herren 951, dem ersten Unseres Pontifikates.

 

28

Freitag, 1. Juni 2018, 02:23

Ihrer Majestät
Basilissa Helena

Euer Majestät,

verzeiht meine späte Antwort, doch ließen mir die kürzlichen Ereignisse in Rom kaum Zeit euch zu antworten. Wie geplant ist Octavian von Spoleto, nunmehr zu Seiner Heiligkeit Papst Ioannes XII. geworden. Weniger erfreulich ist, wie ihr wahrscheinlich bereits wissen werdet, dass Wido von Brescia, dieser Verräter zu den Ostfranken übergelaufen ist. Ich weiß nicht, wie viel dieser Wido in die militärischen Pläne des Feldzuges eingeweiht war, noch habe ich mit diesem Subjekt jemals ein Wort gewechselt, doch seid versichert, dass sein Palast bereits von mir persönlich gestürmt und durchsucht wurde. Leider scheint er alle möglichen wissenden Diener gewarnt zu haben, weshalb wir derzeit die Stadt nach möglichen Verdächtigen Personen durchsuchen. Sollten wir Informationen zum Aufenthaltsort dieses Widos oder gar den Narren selbst in unser Gewahrsam bringen, werde ich euch natürlich unverzüglich davon unterrichten.

Weiters berichtete man mir, dass dieser Erzbischof es anscheinend tatsächlich gewagt hat, sich vor dem römischen Volk als Gegenpapst auszurufen. Sicherlich erkennt Ihr und Seine Majestät der Autokrator diesen Schwindler und entzieht ihm am Besten sämtliche Titel, er hatte bereits durch seine Gefolgschaft, einen schleimigen Presbyter, der sich vom Bettelpriester zum Unruhestifter herausgestellt hatte, seinen Unmut auf mich gezogen. Sofern Ihr es wünscht, werde ich Truppen zur Fahndung des Prätendenten auf den Stuhl Petri losschicken.

Ich verbleibe Euer untertänigster und ergebenster Diener



 

29

Freitag, 1. Juni 2018, 14:24




Euer Majestät,

Wir, IOANNES, vom Kardinalskollegium erwählter Papst, Bischof von Rom,

entsenden Euch hiermit unsere Ehrerbietung und drücken Unseren Dank ob Eurer Empfehlung zu unseren Gunsten und geloben Euch hiermit die ewige Treue.



Möge Gott Euch ein langes und Gesundes Leben schenken.



Gegeben zu Rom in der neunten Indiktion, an den Kalenden des Juni im Jahre 951 nach der Menschwerdung des Herrn, im ersten Jahre Unseres Pontifikats.




 

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Freitag, 1. Juni 2018, 21:12




Euer Majestät,

Mit Freude lasen Wir Eure Zeilen, in denen Ihr Euren Besuch in der Ewigen Stadt ankündigtet. Es wäre Uns eine außerordentliche Freude und Ehre, Euch als Unseren persönlichen Gast im Lateranpalast begrüßen zu dürfen.
Der Künstler, den Ihr beauftragtet, ein Portrait von Uns anzufertigen, hat seine Arbeit bereits aufgenommen. Wir sind äußerst gespannt auf das Ergebnis und würden Uns im Gegenzug an einem von Euch großen Gefallen finden.





Euer ergebenster Diener,




 

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Samstag, 2. Juni 2018, 19:53

Nur wenige Stunden, nachdem Gennadios die Zeilen geschrieben hatte, erreichte ein ganzer Schwarm von etwa zwei Dutzend Tauben den Großen Palast, was für großes Aufsehen sorgte. Nur eine von ihnen hatte eine Nachricht dabei, die offensichtlich in großer Hektik verfasst worden war.

Euer Majestät,

Wenig Zeit. Sturm und Gewitter - Schutz in Thessaloniki - Theodora nicht einverstanden.
Aufruf, gegen Admiral und mich zu meutern. Androhung von Todesstrafen. Tötete einige Soldaten.
Theodora Flotte gespalten. Angriff. Tessarakonteres getroffen. Admiral nach Chandax geflohen. Tssrknts zerstört - wir sinken.

in ewiger Treue
Gennadios Psellos, Kapitän
 

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Samstag, 2. Juni 2018, 20:10

Nach einiger Zeit ward die Befehlskette innerhalb der Flotte durch Kapitän Georgios wiederhergestellt und man bereitete sich vor nun ohne weitere Unterbrechungen nach Zypern aufzubrechen. Theodora nutzte die Möglichkeit, um ihrem Bruder über den Fortschritt der Mission zu berichten und ebenso von dem unfassbaren Verrat, der sich zugetragen hatte.

Bruderherz!

Mit diesem Schreiben möchte ich Dich über den bisherigen Fortschritt der Zypernmission und über einige Vorkommnisse diesbezüglich unterrichten. Es gibt momentan sehr viel zu tun, sodass ich mich recht kurz und knapp fassen werde.

Bedauerlicherweise gab es einen bedauerlichen und unfassbaren Vorfall von Meuterei auf unserem eigenen Flaggschiff und seiner Mannschaft. Admiral Chrysaphis und Kapitän Psellos maßten sich an, die kaiserliche Mission nach Zypern zu sabotieren und wollten mit ihrer Mannschaft nach Thessaloniki fliehen. Als diese törichte Anweisung widerrufen wurde, kam eine unglaubliche Insubordination zu Tage, es brach gar eine offene Meuterei auf dem Schiffe aus, dessen Mannschaft, den Worten des ehemaligen Admiral Chrysaphis nach, nicht auf Seiten des Kaisers, sondern auf ihrer eigenen Seite steht. Das Flaggschiff scherte aus und wollte die Flotte verlassen. Man gab demselben Gelegenheit in Anbetracht der Übermacht der Flotte, sich friedvoll zu ergeben.

Doch man griff nicht nur meine eigene Person an, sondern ebenso tapfere kaiserliche Schiffe und deren Besatzung, die sich den Meuterern mutig in den Weg stellen wollten; man bewarf sie gar mit griechischem Feuer. Rhomäer gegen Rhomäer, ist das nicht unfassbar?! Kapitän Georgios von der Adrianopolis, dem durch beherztes Eingreifen die schnelle Beendigung der Meuterei gelang, und der nun der ranghöchste Offizier der Flotte ist, wird diese grausamen Schandtaten der Meuterer bestätigen können.

Schließlich gelang es uns unter einigen wenigen Verlusten, diese Meuterer und ihre Verbündeten zu schlagen. Leider verloren wir dabei jedoch nicht nur meine geliebte Pallas Athena und Teile meiner Mannschaft, sondern ebenso das kaiserliche Flaggschiff selbst, das nun auf den Grund der Ägäischen See sinkt, während ich Dir schreibe. Die Verräter jedoch haben ihre Bestrafung, nämlich den Tod und ihr nasses Grab gefunden! Die Ordnung der Flotte ist wiederhergestellt und Kapitän Georgios hat die Führung übernommen, sodass du unbesorgt sein kannst. Wenn Dich diese Zeilen erreicht haben werden, werden wir uns bereits auf dem weiteren Weg nach Zypern, ohne weitere Unterbrechungen, befinden, und so Gott will die Ungläubigen bald geschlagen haben! Ich werde mich alsbald wieder melden!

Deine liebe Schwester
Theodora

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Samstag, 2. Juni 2018, 22:51




Euer Majestät,
vielen Dank für Euer Portrait! Ein wahres Meisterwerk. Im ersten Moment dachte ich, Ihr hättet ein Bildnis Alexanders des Großen gesendet.
Ich habe weder Kosten noch Mühen gescheut, ein Portrait meiner Person eigens für Euch anfertigen zu lassen, welches Euch in Bälde per Boten erreichen wird. Bis dahin habe ich Euch eine kleinere Kopie davon anfertigen lassen, die ein Täubchen zu transportieren vermag.

Euer ergebenster Diener,




 

34

Montag, 4. Juni 2018, 17:58

Euer Majestät,

Ich darf euch nun endlich von der erfolgten Eroberung der Insel Zypern berichten. Die Araber haben die Kapitulation letztlich akzeptiert, wodurch die Großzahl unserer Verluste durch die Meuterei stattfanden. Seid euch versichert das wir den verbliebenen Köpfen der Meuterei in diesem Augenblick bereits annehmen. Unglücklicherweise muss ich euch mitteilen, dass wir Ihre Hoheit nicht mehr lebend wiedergefunden haben, einige Männer berichten davon, dass sie sich selbst mitsamt eines Schiffes in die Luft gejagt haben soll, und Ihr Leichnam konnte bislang noch nicht gefunden werden. Gott möge sich Ihrer armen Seele erbarmen.

Meine Offiziere sind noch immer bei den Zählungen, doch nach derzeitigem Stand verloren wir:

-Die Tessarakonteres
-17 Dromonen
-22 Trägerschiffe
-4 Versorgungsschiffe
-6 Transportschiffe
- über 8.000 Seelen, unter ihnen S.E. Nauarchos Gennadios Psellos und Ihre Hoheit Theodora Porphyrogennete

Erwartet in Bälde die Rückkehr der siegreichen Flotte.



Euer loyaler Diener,




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Dienstag, 12. Juni 2018, 18:43


Seiner Majestät,
Romanos II.


Euer Majestät,

mit Ungeduld erwarte ich noch immer die Ankunft Eurer Truppen in Ausgburg. Die Kunde, einer der Eurigen habe sich auf die Seite meines Vaters geschlagen und Details über unsere Pläne ausgeplaudert, beunruhigt mich zusehends. Otto hat die Belagerung der Stadt Mainz abgebrochen. Ich vermute, dass er inzwischen gen Augsburg marschiert und halte es für möglich, dass er bis zu 15.000 Mann unter seinem Banner versammelt hat.

Zusehends beschleicht mich der Gedanke, Euer Diplomat hat gelogen was die Unterstützung Eures Reiches angeht. Ich hoffe, dass ich mich nicht in Euch getäuscht habe und Ihr ein ehrbarer Mann seid, ansonsten werdet Ihr ein viel größeres Problem als meinen Zorn bekommen.


Ich hoffe, Eure Unterstützung wird bald eintreffen. Sollte Otto Augsburg tatsächlich vor Euren Männern erreichen, verlieren wir einen großen taktischen Vorteil!





36

Donnerstag, 21. Juni 2018, 23:12

Rom, Non. Iun. D.CCCC.LI
Ihrer Majestät der Kaiserin-Regentin
Großer Palast zu Konstantinopel

Mutter!

Unlängst erreichte mich hier zu Rom die Kunde von den Heldentaten des Admirals Nikolaos Chryasaphis wie auch des Nauarchos Gennadios Psellos im Zuge der Zypernmission, deren Beförderung ich ausdrücklich billige wie auch die durch Dich eingeleitete Militärreform mit der Schaffung neuer Ämter. Formidabler könnte man es sich nicht erdenken. An Dir ging wahrlich ein Offizier verloren.

Ich möchte Dir auf diesem Wege mitteilen, dass ich mich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen habe, den nunmehrigen Megas doux Chrysaphis wie auch den Amiralios Psellos mit der illustren Mitgliedschaft im Purpurorden auszuzeichnen, deren exklusivem Kreise aus einem Dutzend Rittern sie von nun an angehören sollen. Im Falle des letzteren ist freilich die noch immer ausstehende Erhebung in den Adelsstand automatisch verbunden. Möge der gute und bescheidene Mann, der, wie ich hörte, bereits den von Dir angebotenen Titel eines Kleisourarka abgelehnt haben soll, diesmal dem ausdrücklichen Wunsche seines Kaisers nachkommen.

Ansonsten weiß ich nur Gutes aus der Ewigen Stadt zu berichten. Der Heilige Vater ist ein ausgesprochen charmanter Gastgeber und erweist sich als die würdige Besetzung für dieses außergewöhnliche Amt.

Dein Dich liebenden Sohn



 

37

Freitag, 31. August 2018, 14:52

Konstantinopel, August 951
Ihrer Majestät der Kaiserin Helena
Großer Palast zu Konstantinopel

Euer Majestät!

Hinsichtlich des tragischen Dahinscheidens Seiner Majestät des Basileus Tiberios IV., meines Schwiegersohnes, wie auch Ihrer Majestät der Basilissa Zoe, unserer geliebten Kaiserin, spreche ich Euch in diesem Zusammenhang meine tief empfundene Anteilnahme aus.

Gleichwohl eröffnet diese göttliche Fügung auch anderweitige Optionen, die es nunmehr staatsmännisch auszuloten gilt. Womöglich böte diese Entwicklung berechtigten Anlass zur Hoffnung auf einer weitere Vertiefung der Geschicke unserer erlauchten Häuser mit dem Allerhöchsten Kaiserlichen Hause. Was, wenn nicht Gottes Wille, hat hierfür die Voraussetzungen geschaffen, um zusammenzufügen, was zusammengehört, und kann in Zeiten tiefer Trauer für Trost sorgen.

Es ist wohl an der Zeit für eine rhomäisch-rhomäische Verbindung, wie sie das Reich seit der Eheschließung Eurer Majestät vor vielen Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat. Das Haus Phokas ist für diese historische Aufgabe und Herausforderung bereit.

In untertäniger Ehrerbietung



 

38

Donnerstag, 20. September 2018, 14:04

Konstantinopel, September 951


Kriegsministerium
Zu Händen S.E. dem Kriegsminister


Euer Exzellenz,

Unglücklicherweise wurden die Belange der Marine von Eurem Vorgänger drastisch ignoriert, was eine konstruktive Zusammenarbeit unmöglich gemacht hatte, ich hoffe deshalb, mit Euch einen diplomatischeren Minister an der Spitze des Kriegsministeriums zu haben, der der Marine eine gewisse Autonomie zugesteht, die vonnöten ist, um unsere Flotte bestmöglich einsetzen zu können. Schließlich können wir nur so des Kaisers ambitionierte Pläne in die Tat umsetzen, und das ist sicherlich im Interesse von uns allen. Des Weiteren bitte ich um eine persönliche Unterredung, um die Einzelheiten abzuklären und ein weiteres dringliches Problem in der Marine anzusprechen.

In freudiger Erwartung,




Konstantinos Phokas

Protoarchitektonas tes Rhomaikes Autokratorias

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39

Samstag, 29. September 2018, 14:07

Ein Kurier kam im Laufschritt zum Palast und gab beim Posteingang einen Brief, an den Herrn Manglabites Kyriakos Taronites addressiert, ab.

Lieber Kyriakos,

wie angekündigt würde ich gerne einen Ausritt samt Übungskampf veranstalten.
Falls es dein Dienstplan und deine Freizeit erlauben, würde ich hierfür den morgigen Nachmittag veranschlagen.

Ich erwarte deine Antwort.




 

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Sonntag, 30. September 2018, 12:57

Den Brief fand Kyriakos in seinen Gemächern vor, setzte sich umgehend an die Beantwortung und scheuchte einen Boten los.

Eure Exzellenz,

aufgrund der bevorstehenden Hochzeit seiner Majestät wird es mir in den nächsten Tagen nicht möglich sein, Euren Wunsch nach zu kommen. Für meine Einheit besteht Ausgangssperre. Der Portomanglabites erstellte ein entsprechendes Trainingsprogramm, damit auf den Feierlichkeiten keine Pannen auftreten.
Hernach habe ich allerdings drei freie Tage und stehe gern zu Eurer Verfügung.

Hochachtungsvoll
Kyriakos Taronites
 

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