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Sieglinde

Nonne des St.-Barbara-Klosters zu Frohse an der Elbe

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1

Samstag, 12. Januar 2019, 02:46

Klosterküche (= Sieglindes Territorium)

Wie jeden Morgen überwachte Sieglinde auch an diesem Tage im Januar 952 den Betrieb in der Klosterküche, wo sie unumschränkte Herrscherin war.
Man war ja in der Faschingszeit, so dass deftig aufgekocht wurde. Unterstützt wurde Sieglinde, die sich als Chefköchin ansah, von den Küchenjungen Anno und Hanno, zwei Bauernbuben, die aus diesem Grunde auch Zugang zum Kloster hatten.
Es gab Schwarzwurst und Brot, weswegen bereits seit 3 Uhr morgens unter Sieglindes Aufsicht gebacken wurde. Die Würste hingen im Lagerraum, der direkt angrenzte. Sieglinde überwachte höchstpersönlich die Rationierung und duldete keine noch so kleinen Verstöße dagegen.
Mit ihrer burschikosen Statur hatte sie keinerlei Hemmungen, bei Bedarf handgreiflich zu werden. Die Küchenjungen konnten ein Lied davon singen. Es verging kaum ein Tag, wo sie keine Ohrfeige abbekommen. Beide hatten daher auch ständig blaue Augen.
Doch auch gegen andere Klosterbewohner, die sich unerlaubt hierher schlichen, war Sieglinde gewappnet. Mit einem großen Kochlöffel bewaffnet, saß sie oft in einer dunklen Ecke und wartete nur auf Eindringlinge, die sie windelweich schlagen konnte. Einmal hatte sich ein Graf, der im Kloster eingekehrt war, auf die dumme Idee gekommen, sich in der Speisekammer zu bedienen. Er hatte seine Rechnung leider ohne Sieglinde gemacht. Grün und blau geschlagen musste er den Rückzug antreten und mit der Schmach leben, von einem Weib verprügelt worden zu sein. Offiziell war er blöd vom Pferd gefallen, doch stellte die resolute Schwester dies gleich richtig. Der Mann hatte sich seither nicht mehr hierher gewagt.

Küchenjunge Anno Küchenjunge Hanno

"Sind die Brote fertig? Hurtig, hurtig, ihr faulen Lumpen!", zischte das Mannsweib und schritt auf und ab, mit dem berüchtigten Kochlöffel in der Hand, der schon ganz heftige Spuren der Abnutzungen hatte.
Sieglinde ging es viel zu träge voran. Man musste einen Zahn zulegen, deswegen feuerte sie die Backöfen höchstpersönlich im wahrsten Sinne des Wortes noch stärker an, so dass die armen Burschen bei der Hitzeentwicklung jämmerlich schwitzten.

Dann setzte sie sich auf einen Stuhl in einer Ecke und biss genüsslich in eine der Würste.

Sieglinde

Nonne des St.-Barbara-Klosters zu Frohse an der Elbe

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2

Sonntag, 3. Februar 2019, 00:09

Hochherrschaftlicher Besuch

Der Besuch des Erzbischofs Heribert von Magdeburg bedingte, dass in der Klosterküche nun Hochbetrieb herrschte. Schwester Sieglinde beäugte die Küchenjungen ganz kritisch, die ihr beim Kochen halfen. Eiligst war ein Braten aus der Kühlkammer herbeigeschafft worden, den man nun zubereitete.

"Hurtig! Hurtig!", herrschte die resolute Nonne die Burschen an. "Bringt Speck und Würste herbei, auf dass wir dem hochwürdigsten Herrn Erzbischof etwas anbieten können, bis das Mahl bereitet ist!" Denn das würde ja noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Und das Kloster durfte sich keine Blöße geben. Noch war ja nicht Fastenzeit, so dass man ruhig ordentlich auftischen konnte. Brot war zumindest zu Genüge vorhanden. So schnell würde der greise Heribert, ein gottesfürchtiger Mann, ja nicht danach verlangen.

"Was stehst du herum, Trude, dumme Gans?! Rüst' dem heil'gen Manne das Mahl!", fuhr sie die etwas einfältige Küchengehilfin an.

Trude, Küchengehilfin

3

Sonntag, 4. August 2019, 11:36

In der Küche herrschte fortan ein anderes Regiment, nach dem Sieglinde mit Ursula das Kloster verlassen hatte man, noch auf Sieglindes Rat hin Schwester Euphemia zur Küchenmeisterin erhoben.

War es schon schwer Sieglindes Anspruch gerecht zu werden, so schien es bei Euphemia fast unmöglich. weder Trude, noch die beiden Küchenjungen hatten ruhige Minuten.
So freundlich und harmlos wie Euphemia aussah, war die Gute nicht. Man konnte sie eher als herrisch bezeichnen, allerdings war sie eine hervorragende Köchin und Gärtnerin.
Euphemia, geboren als Edelgard von Cattenstedt-Wanningen, hatte früh ihre Eltern verloren und war unter Obhut ihrer Amme aufgewachsen, bis ihre Onkel , welche als Raubritter bekannt wurden, sie in Kloster steckten.
All das hatte Euphemia, wie man soe fortan nannte hart und Herrisch werden lassen.
Eines aber muss man sagen, an Kochkunst stand sie der guten Sieglinde nichts nach.
Während die Buben also Wasser ranschleppen um das Gemüse zu putzen, nahm Trude Fische aus, alles unter den wachsamen Augen Euphemias.

Schwester Euphemia

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