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Rhomäisches Reich: Der armenische Kronprinz wird Thekla Lekapene Argyre ehelichen. Allmählich wird es frühlingshaft. Die durchschnittliche Temperatur beträgt 15 Grad.
Kirchenstaat: Der Papst hat Legaten nach Konstantinopel und Augsburg entsandt. Des Schelmenromans zweiter Teil "Neues vom Theodul" erweist sich als Verkaufsschlager.
Alemannien: Der Papstdarsteller Theodoulos Philanthropenos wurde in Augsburg durch ein Gottesurteil gefällt; seine Überreste anschließend verbrannt und im Lech verstreut.

[Thema Edessa] Eine Warnung

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Samstag, 6. Oktober 2018, 23:27

Eine Warnung

Wenige Tage nach dem verheerenden Angriff auf das Lager der Rhomäer waren die Aufräumarbeiten noch immer nicht ganz abgeschlossen. So pietätlos es klingen mochte, gehörten auch die Bestattungen der Toten zu diesen, für die man eine Unmenge an Gräbern ausheben musste. Edessa, eins der Juwelen im Osten des Reiches, erhielt dieser Tage einen Massenfriedhof. Von den 6.500 Soldaten, die in der verhängnisvollen Nacht hier kampiert hatten, waren rund 2.000 durch den feigen Anschlag der Unbekannten getötet worden. Ursprünglich war man von weit weniger ausgegangen, doch waren viele der Männer in ihren Zelten verbrannt, sodass eine Zählung der Toten schwierig war und man stattdessen die Überlebenden gezählt hatte.

Agryros schien heute noch schlechtere Laune als gewohnt zu haben. Die Männer respektierten ihn, keine Frage, denn Romanos Argyros war ein großer, wenn auch brutaler und unnachgiebiger Feldherr. Was ihm an diplomatischem Feingefühl fehlte, machte er durch seine Disziplin und die eiserne Faust, mit der er seine Truppen befehligte und antrieb wieder wett. Einer der Soldaten kam etwas abgehetzt vor Romanos' Reisewagen an und salutierte.




"General", japste er und holte tief Luft, während er die Hacken zusammenschlug. "Melde gehorsamst: Die Männer, die um das Lager herum auf Patrouille waren, haben eine einsame Reiterin aufgegriffen. Wohl eine Spionin! Sie war in dicke Tücher eingehüllt, das Gesicht vermummt. Sie schien ebenso zielstrebig zu sein wie sie umherirrte, als suche sie etwas. Beim Versuch, sie festzusetzen hat sie drei unserer Männer getötet! Wir konnten sie aber dann doch überwältigen und festnehmen. Wollt Ihr sie verhören oder sollen wir sie direkt... beseitigen?"
Nach dem kurzen Redeschwall nutzte der Soldat die Zeit von Argyros' Antwort, um durchzuschnaufen und sich den Schweiß von der Stirn zu wischen. Die Sonne brannte in dieser Gegend selbst im Herbst erbarmungslos und sorgte tagsüber für Temperaturen bis knapp unter 40 Grad.

2

Dienstag, 9. Oktober 2018, 10:19

Übellaunig sass Argyros vor seinem Reisewagen und verspeisste einige Früchte als einer der soldaten angestürtzt kam. der mann bekam kaum noch noch luft. Er salutierte und brachte dann eine meldung hervor das man während einer Patrouille eine Reiterin aufgegriffen ,welche beim Versuch sie dingfest zumachen einige Soldaten getötet. habe. Argyros zog bei bei den Worten die Brauen hoch. er schaute sich den armen Kerl an der ihm die Botschaft überbrachte und sagte dann erstaunlich ruhig aber gefährlich leise einige Sätze.

"Seit wann bestimmen einfache soldaten wann wer wo beseitigt wird? Man bringe mir das Weib! In Tücher gehüllt? Dann packt das Weib aus, in Gottes Namen, wer weiss was sie noch an Waffen mit herumträgt. Ich will das sie lebendig und unversehrt vor mir steht, verstanden? Du birgst mit den Leben dafür!
Ein Weib greift meine Männer an und die gehen dabei drauf, was ist falsch an dem Bild? Du darf abtreten und meine Order ausführen."
Der Soldat salutierte abermals und machte sich davon, wohl froh nich gleich einen Dolch des Argyros im Leibe zu haben.
Romanos schaute ihm wortlos nach und dachte bei sich, Fett und faul, bekommen schon beim Laufen keine Luft und japsen! Das wird sich drastisch ändern, ihr werdet euch wundern Freunde. Ich will eine Truppe die kampfbereit ist und keine müden Krieger.

Argyros indes winkte einen der Offiziere heran und gab ihm folgende Order.
" Mit Anbruch des morgigen Tages werden vor Morgenappell und Frühstück, Leibes-und Kampfübungen durch geführt. Die Truppe ist schlaff geworden, hart wie Eisen, zäh wie Leder und agil wie Klapperschlangen will ich die Truppe sehen. Jeden Tag, ausser sei es, wir befinden uns im Kampf , sind morgentlich die Übungen zu absolvieren. Man verkünde der Truppe mein unumstössliche Order. Patrouillen, Meldereiter, Requirungseinheiten und die Lagerwache im Dienst , sind natürlicher Weise davon befreit."
Damit wandte er sich wieder den Früchten zu und wartete gespannt bis man ihm die Gefangene vorführte. So ein Heerzug brachte doch immer wieder Überraschungen, selbst für ihn einalten gestandenen Krieger. Sogar seine Laune ,welche sich während des Berichts noch weiter verschlechtert hatte, besserte sich in Erwartung dessen was nun kommen könne.

3

Dienstag, 9. Oktober 2018, 14:26



Der Soldat, der dem Oberbefehlshaber die Nachricht überbracht hatte, war in der Tat weder der Fitteste noch der Jüngste. Doch er diente Reich und Kaiser schon seit über drei Jahrzehnten und tat dies heute noch so stolz wie damals. Erneut salutierte er. "Jawohl, mein General. Ich eile, ich fliege!"
Schwer schnaufend machte er sich wieder auf den Weg, um dafür zu sorgen, dass die Gefangene dem General überführt werden würde.

4

Dienstag, 9. Oktober 2018, 16:08

Einige Tage waren bereits vergangen seit der Kronratssitzung, bei der Agatha inoffiziell anwesend war. Was sie dort erfahren konnte, war, dass sich innerhalb der höchsten Kreise des Hofes eine Gruppe Hochadeliger gegen ihren Gatten Romanos verschwört zu haben schien. Nun, da der Kriegsminister a.D. im Osten verweilte, hatten sie in Konstantinopel freie Bahn, um ihr düsteres Treiben fortzusetzen und den Dolchstoß vorzubereiten, der Romanos' Ende bedeuten würde. Gut, dass der Mann sich immer auf sein Weib verlassen konnte. Direkt nachdem sie alles wichtige erfahren hatte, war Agatha zum Landsitz ihrer Familie zurück gekehrt und hatte einige Vorbereitungen getroffen. Dann hatte sie sich das schnellste Pferd genommen, dass auf dem Landgut verfügbar war und hatte sich gen Osten aufgemacht. Tag und Nacht war sie unterwegs gewesen, hatte nur kurze Pausen eingelegt und wenn ihr Pferd erschöpft war hatte sie es gegen ein anderes ausgetauscht. Nahe Caesarea war sie in die Falle von Wegelagerern getappt, die die Begegnung mit der feschen Lekapene nicht überlebt hatten. Wie so oft war sie als Frau unterschätzt worden, was sich als äußerst verhängnisvoll für die Banditen entpuppt hatte.


Schließlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, war sie am Lager der Rhomäer angekommen. Immer wieder hatte sie Anwohner nach dem Weg fragen müssen, denen das Durchkommen der Truppen kurz zuvor natürlich aufgefallen war und so kam sie den Soldaten immer näher. Schließlich war sie irgendwo in der Nähe der Stadt Edessa und hielt Ausschau nach den Zelten der Truppen, als einige Männer versuchte, sie festzuhalten.


"Halt! Identifiziert Euch!", rief ein augenscheinlich junger Soldat, der vermutlich erst kürzlich in die Armee eingetreten war.



"Spinnst du?!", meinte anderer, deutlich Älterer. "Erst schießen, dann fragen", meinte er und kam sich dabei aufgrund seines Alters mächtig weise vor, während er sich an die Nasenspitze tippte.



Der Jüngere der beiden schien ganz angetan von der Weisheit des Alten und zog sein Schwert. "Gute Idee", pflichtete er seinem Kameraden bei. "Du da! Komm her, sonst werd ich ungemütlich", meinte er grinsend und wedelte mit seiner Waffe.



Dann meldete sich der dritte im Bund zu Wort. "Sagt mal, sehr arabisch sieht die aber nicht aus."



Auch hierfür hatte der Alte eine Antwort. "Das ist ein Trick! Das muss eine Spionin sein. Ergreift sie!", bellte er und sah sich schon vor seinem inneren Auge einen Orden von General Argyros verliehen bekommen, weil er die Bedrohung als einziger früh erkannt hatte. Er beschloss, die Sache nun selbst in die Hand zu nehmen und stapfte auf die Reiterin zu und packte nach den Zügeln ihres Pferdes. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte.

Ohne Umschweife und mit einer einzigen, flüssigen und blitzschnellen Bewegung hatte die als Spionen verkannte Agatha einen Dolch gezogen und dem Alten damit die Kehle aufgeschnitten. Dieser würgte, Blut spritzte in hohem Bogen aus der Wunde, als sein Herz es kraftvoll durch die Adern pumpte. Er taumelte, drehte sich um, blickte zu seinen Kameraden und fiel röchelnd um.



"Alarm! Schlagt Alarm!", rief der Jüngste im Bunde, der nun Panik bekam und mit seinem Schwert instinktiv auf die Frau zu rannte. Diese sprang agil von ihrem Pferd, landete neben dem Soldaten und zog ihm ihren Dolch durch die Magengegend. Der Soldat kam ins Stolpern und flog mit dem Gesicht voraus in den Dreck, seine Eingweide verteilten sich dabei auf dem Boden.



"Dich hat der Teufel geschickt!", quietschte der Dritte und klammerte sich an seinen Speer. Agatha warf ihren Dolch zu Boden und zog zwei kleine Doppelschwerter, die sie gefährlich tanzen ließ, während sie auf den Soldaten zuging. "Bitte, tu mir nicht w...-" Weiter kam er nicht, denn nur Sekundenbruchteile später flog sein Kopf in hohem Bogen davon, nachdem die Lekapene den Mann schwungvoll enthauptet hatte.
Sie atmete durch und ging zurück zu ihrem Pferd, auf dem Weg dorthin sammelte sie ihren Dolch ein, dessen Klinge sie am Gewand des Alten, der vor ihr auf dem Boden lag, säuberte. Was für Amateure. Und diese Männer sollten das Reich beschützen? Lachhaft!Gerade hatte sie sich agil auf ihr Pferd geschwungen, als sie Schritte hörte. Ehe sie sich versah, war sie von rund drei Dutzend Soldaten umzingelt, schwer bewaffnet mit Schwertern und Speeren. Mehrere Bogenschützen hatten die Pfeile bereits eingspannt und zielten auf sie. Sie hatten den Feigling wohl gehört, als er um Hilfe gerufen hatte.



"Bis hier hin und nicht weiter!"
, bellte ein Soldat, der so etwas wie Autorität ausstrahlte. "Nehmt sie fest! Keiner schießt! Und Ihr, ich rate Euch, leistet keinen Widerstand, sonst werd ich ungemütlich!" Sein Blick ging zu den drei Toten auf dem Boden, für die er nur einen abschätzigen Blick übrig hatte. Drei gestandene Männer ließen sich derart von einer Frau vorführen? Dann hatten sie es auch nicht verdient, zu leben.
Agatha erkannte, dass sie keine Chance gegen diese Übermacht hatte und ergab sich. Sie wurde peinlich genau auf Waffen untersucht, so dass die Soldaten ihr neben ihren Doppelschwertern auch zwei Dolche abnahmen und sie schließlich abführten.

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Kurz nachdem der Soldat Argyros verlassen hatte, tauchte er wieder auf. Diesmal jedoch nicht alleine, er wurde begleitet von vier Soldaten, zwei davon hielten die Ketten, in die man die Gefangene gelegt hatte. Er salutierte. "Mein General, hier ist das Teufelsweib, das drei unserer Männer abgeschlachtet hat wie Vieh. Wie befohlen!" Er stand stramm und wartete auf eine Reaktion.
Agatha war erhobenen Hauptes mitgegangen und erst jetzt, als die Soldaten denBlick auf sie frei haben, konnte Romanos sie auch erkennen. "Seit wann verlässt sich das Römische Reich auf Kinder und Greise?", fragte sie herausfordernd und ihre Augen funkelten. Auch ein Lächeln umspielte ihre Lippen, nun, da sie ihren gebliebten Gatten nach so langer Zeit endlich wieder sah.

5

Dienstag, 9. Oktober 2018, 17:58

Der Schritt, die Figur, nein das konnte nicht sein. Das musste die vielgefürchte Fata Morgana, die Sinnestäuschung,welche im arabischen Raum sehr bekannt war und von der selbst Romanos Argyros, bereits gehört hatte, sein. Romanos hatte sich erhoben , als er sah das man ihm die Gefangene brachte. Er hörte die Stimme des Soldaten und dann die Stimme der Frau, beinahne wäre über den Tisch gestürtzt, tatsächlich es war sein geliebtes Weib. Er trat den den Tisch an dem er gesessen, vielmehr nun gestanden hatte kurzerhand um , damit er sein geliebtes Eheweib schneller erreichen konnte.
Er umarmte wortlos seine Frau, dann drehte er sich zu den Soldaten um.So wie eben Agathas Augen bei seinem Anblick gefunkelt hatten, so funkelten jetzt die seinigen.
Schon trompetete er, zum Schrecken der armen Soldaten, die sicherlich etwas gänzlich anderes erwartet hatten los.


" Ihr Hornochsen, ihr Taugenichtse, faules fettgefresses Pack. Knient nieder und huldig Euer Generalin. Das ist Agatha Lekapene, mein geliebtes Weib und die Tante eures Herrn und Kaisers. Also in den Staub mit euch unwürdigen Nichtsnutzen, lassen sich einfach von einer Frau abschlagen, die Trottel. Wer war der Führer der Patroillie? Ich will das der Kerl zur Abschreckung, in Frauenkleider gesteckt und auf ein Esel gebunden in die Wüste gejagd wird. Sollen unsere Feinde sich mit dem Idioten verlustieren."
Er hob höchstderoselbst den Tisch wieder auf und stellte ihn hin. Dann bot er seinem Eheweibe Platz an und liess Wein, Obst, Fleisch auffahren, sicher war Agatha nach dem Ritt und dem Kampf hungrig. Er nahm selbst wieder Platz , einer der Diener schleppte das geforderte herbei und platziere es auf dem Tisch, dann zog sich jener unter Verbeugungen zurück.
Inzwischen knieten die Soldaten schuldbewusst vor Romanos und Agatha. Aber Argyros beachtet sie nicht, er hatte nur Augen für sein schönes Weib.

" So sehr mich Dein Besuch erfreut Agatha, so sehr überrascht er mich auch. Sag an meine Liebe ,was treibt Dich in diese trostlose Gegend? Irgendetwas muss ja in Konstantinopel vorgefallen sein, ansonsten würdest Du ja mich hier nicht aufsuchen. Das Du es ohne Eskorte tatest, steigert die Bedeutung nur noch.Es erfreut mein Herz, das meine Frau, meine seelenverwandte Freundin, es schaffte und tatsächlich einige meiner Männer ausschaltete. Du bist also immer noch eine besten weiblichen Kämpferinnen ,wenn nicht gar die einzige, im ganzen Reich. Lang nur tüchtig zu mein getreues Weib, Du muss sicherlich nach der Tortur hungrig und erschöpft sein? Schaut Dir die Kerle an, wie sie nun mit gesenktem Haupte und niedergeschlagen Blick schuldbewusst vor uns im Staube knien.
Glücklicherweise ist das Lager so weit wiederhergestellt, es gab einen verherenden Angriff und einen bösen Verrat, ich verlor ca 2000 bis 2500 gute Männer.
Glücklicherweise konnte ich mein Kontigent a um die verloren 2500 Mann und b um weitere 1000 Mann erweitern ,dieses erfolgte durch eine sofortige von mir befohlene Aushebung.
Ach auf Deiner Frage wegen, der Greise und Jünglinge, man kann es sich bei einer Aushebung leider nicht aussuchen, da muss man halt nehmen was gerade da ist.
Aber bitte Agatha , du hast sicher wichtiges zu berichten."
Damit schenke er sich und seiner Frau eigenhändig den Wein ein. Sollen die Soldaten doch vor ihm knien bis sie schwarz werden, sich derart zu blamieren.
Wiederum schaute er Agatha an und lächtelte.

6

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 16:20

Agathas Blick strahlte Autorität und Überlegenheit aus, ja alles an ihr schien das zu verkörpern. Mit erhobenem Haupt drehte sie sich zu den Soldaten, als ihr Gatte sie zusammenstauchte und ehe man sich versah, knieten sie auch vor ihr nieder. In ihr floss das Blut, das auch durch den Körper des Kaisers floss, war ihre Schwester doch die Kaiserin-Mutter. Auf den Befehl des Generals hin, den Schuldigen in die Wüste zu schicken, meldete sich einer der Soldaten.



"Ioannes Mykrapolis, Droungarios; General", führte er an und salutierte. "Die Taugenichtse sind alle tot. Eure... Ihre Hoheit hat sie für ihre Dummheit und Unfähigkeit bereits bestraft. Zwei Grünschnäbel und ein unnützer Greis." Der Tonfall des Offiziers klang abschätzig.

Währenddessen hatte Agatha Platz genommen und saß nun lässig seitlich auf dem Stuhl, einen Arm über die Rückenlehne gelegt. "Ein Kinderspiel", kommentierte sie die Ausführungen des Droungarios und ihre Stimme klang dabei so gefühllos, dass es einigen der immer noch knienden Soldaten eiskalt den Rücken herunter lief. Indes schien ihr die Bezeichnung Generalin sehr zu gefallen. Ob Romanos als Oberbefehlshaber einen solchen titel auch ganz formell verleihen konnte?
Agatha nahm eines der Wingläser und trank davon, es tat gut, nach der langen Reise endlich ein wenig verschnaufen zu können. "Du da!", rief sie nun herrisch und zeigte auf einen beliebigen Soldaten. "Sorg dafür, dass mir ein Bad vorbereitet wird. Ich bin schmutzig. Und wehe, das Wasser ist zu kalt oder zu heiß, dann sollst du mich kennen lernen!" Sie hatte Männer schon wegen weitaus geringfügigeren Dingen als die optimale Badetemperatur ihrer Männlichkeit oder anderer Dinge beraubt. Dann wandte sie sich an ihren Gatten.
"Es gibt wichtige Dinge zu besprechen, Liebster. Aber nicht vor neugierigen Ohren", sagte sie und blickte auf die Soldaten, darauf wartend, dass Romanos sie fortjagen würde. Als sie alleine waren, fuhr sie fort. "Ich bringe brenzlige Neuigkeiten aus der Hauptstadt. Es scheint, als habe man sich im Kronrat und im Militär gegen dich verschworen. Ein Kardinallegat aus Rom platzte in die Kronratssitzung, offenbar geht es um ein Schreiben, dass du dem Papst hast zukommen lassen. Einzig unser lieber Neffe hat sich verteidigend vor dich gestellt und hält dir den Rücken frei, ja wittert gar selbst Verrat innerhalb der eigenen Linien. Bardas Phokas und Gregorios Monomachos scheinen nichts daran versucht zu lassen, dich zu Fall zu bringen." Erneut gönnte sie sich einen Schluck Wein und leerte ihren Becher, den sie daraufhin einem Diener an den Kopf schleuderte. "Mehr Wein!", befahl sie und schenkte dem Jungen ansonten keine Aufmerksamkeit. "Die Angelegenheit ist zu delikat, um sie per Brief zu besprechen. Doch sei gewiss, ich habe meine Augen und Ohren zu jederzeit überall. Ich denke, auch meine Schwester wird uns den Rücken frei halten, wir waren schon immer unzertrennlich." In der Tat verband die beiden Teufelsweiber eine innige Beziehung zueinander. "Man könnte fast meinen, man hat dich hierher geschickt, um dich loszuwerden, dich fernzuhalten von dem, was in der Hauptstadt passiert. Wir müssen unsere nächsten Schritte mit Bedacht planen und darauf achten, keine Angrifffläche zu bieten. Diesen Verrätern werden wir es schon zeigen." Agatha ließ sich zu einem teuflischen Grinsen hinreißen und entriss dem Diener den frisch aufgefüllten Weinbecher, den er ihr gerade bringen wollte.

7

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 17:53

Schmunzelnd sah und hörte Romanos wie Agatha die armen Kerle herum kommandierte, oh ja darauf verstand sich sein getreues Eheweib.
Dann aber als die Soldaten abgetreten, lauschte er aufmerksam dem Bericht Agathas. Sein Gesicht begann sich zu verfinstern, Verrat an seiner Person, bei Hofe?
"Mononmachos und Phokas also? Was glauben die beiden zu errreichen? Ein Legat aus Rom? Halbirre, großes Maul? Crecentius, oder so ähnlich , heißt der Bursche, mit dem Kerl begann der Ärger in Magdeburg. ich hätte ihn an Ort und stelle töten sollen, Priester hin oder her!
Unser Neffe und unsere Schwägerin stehen also zu uns , das müsste eigentlich genügen um die Umstürzler in Schach zu halten. Meine lieb wenn du wieder daheim dann triff Dich mit diesen Waräger, der sich Ivar von Skane nennt. Der weiss dann schon was zu tun sei, gibt ihm etwas Gold und er tut was wir wollen.
weiterhin gibt es im Kriegsministerium und im Offizierskorp immer noch genug meiner Getreuen, Agatha scharre diese um dich und versuch so eines sturz der beiden herbei zu führen, was bei dem Monomachos einfacher ist als bei phokas, aber mit es Gold müsste es klappen.

Meine Liebe um so höher schätze ich es ein, dass Du die Mühe auf Dich nahmst und mich vor der Gefahr daheim warntest.
Besprich Dich mit Deiner Schwester, meiner lieben Schwägerin, und umschmeichele unseren Neffen und dann schlagt zurück.
Du bist eine Lekapenos und ich ein Argyros zusammen sind wir unschlagbar! Lass uns heute Abend unsere Liebe , unsrere Verbundenheit auf ein Neues besiegeln."
Romanos grinste als Agatha dem Diener den Wein aus der Hand riss und sah wie Agatha selbst ein diabolisches Grinsen aufgesetzt hatte.

8

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 18:08

Nachdem man den Wein ausgetrunken, lies Romanos an die diensthabend Leibwache in wachs getränkte Ohrstöpsel verteilen und kontrollierte höchderoselbst deren Anwendung.
Dann zogen er und Agatha sich in den Reisewagen zurück.
Kurz darauf begann dieser zu rumpeln , ächzten und zu wackeln. Der im Tross befindliche Stellmacher würde in den nächsten Tagen viel Zeit damit verbringen müssen, den Reisewagen wieder flott zumachen.
Wie es sich anhörte führten Romanos und Agatha einen regelrechten Ringkampf auf.
Wie im Leben und im Kampf , so waren beide sich auch in der Liebe ebenbürtig und gleichwertig.
Man ahnte was kommen würde, denn wer etwas Verstand besaß, begriff, als Argyros befahl , dass am Morgen je zwei Zuber mit warmen Wasser, frische Kleidung, als Morgenmahl,gebratene Eier, Obst, frisches Fladenbrot, Milch und Fleisch bereitgestellt werden sollte, was kommen könnte.
Schließlich und endlich waren die Eheleute lange genug von einander getrennt gewesen.
Trotz der Ohrenstöpsel hörte die Leibwache das Lustgeschrei Agathens, zwar nicht ein zu eins, aber immerhin.
Das beide sich auch im Liebesspiel nicht gaben und das sie ausdauernd waren, merkte man am Gerumpel und Gewackel des Reisewagens, sowie das es die ganze Nacht bis zum frühen Morgen ging.
Unter dem Befehl des Lerndieners schleppen zwei Trossbuben die Zuber herbei und füllten die mit warmen Wasser welche eine Trossweib zubereitete, ein weiteres wartete
bereits darauf, dass die Herrschaft zu Tisch erschien, um mit dem Braten der Eier zu beginnen.
Je zwei Trossweiber waren erschienen um an den Zuber parat zustehen. Zwei weitere schleppten Milch, frisches Fladenbrot, Obst und Fleisch heran.
Der Leibdiener deckte den Tisch, dann begab er sich zum Reisewagen und klopfte an die Türe.
„Mein allergnädigster Herr, hochedle Herrin, es es Zeit die Nachtruhe zu beenden. Wie ihr befahlt, stehen die Zuber bereit, das Morgenmahl ist vorbereitet.“Mit diesen Worten zog sich der Leibdiener zurück.
Kurze Zeit später öffnete sich die Türe des Reise Wagens und ein völlig verschwitzter Romanos Argyros, um die Lenden nur eine Art Tuch gewunden, trat heraus.
Fröhlich pfeifend, was ungewöhnlich war, stiefelte er zum ersten Zuber und stieg hinein. Es dauerte nicht lange da kam auch eine völlig zerzauste und ebenso verschwitze Agatha zum Vorschein, sie hatte eine Art Tuch als Tunika im ihren Körper geschlungen und begab sich ebenfalls zum bereitstehenden Zuber, auch sie stieg in den ihrigen.
Die Trossweiber begannen mit ihren Arbeiten und schrubbten und badeten das Ehepaar Argyros, Trossbuben schleppen immer wieder Eimer mit warmen Wasser heran. Nach ein guten Viertelstunde war die Badeaktion beendet. Beide stiegen aus ihre Zuber und wurden abgetrocknet , je ein trosweib kümmerte sich um die frisuren der Ehelaute, bevor beide in die bereitgelegtem frischen Kleidungsstücke schlüpften. Frisch gebadet und frisiert, gingen beide Hand in Hand zum gedeckten Frühstückstisch.
Das Trossweib , welches gewartet hatte, begann nun die geforderten Eier zu braten und der Leibdiener trug den beiden auf. Beide frühstückten ausgiebig und lange. Dann befahl Argyros der Leibwache, die Stöpsel aus den Ohren zu nehmen. Auf seine Fragen ob sie denn etwas vernommen hätten, schüttelten diese ängstlich ihre Häupter, denn man kannte sowohl Romanos , als auch Agatha, nur zu gut. Aber heute schienen beide bester Laune, mit einer leutseligen Handbewegung entließ er die Leibwache.
Er lächelte Agatha an.

9

Donnerstag, 25. Oktober 2018, 14:37

Agatha hatte sich im Feldlager gut eingelebt, ab und an gab sie Frau General, dann rouierte das gesamte Heerlager von Morgens bis Abends.
Romanos indes schickte Erkundungstrupps durch die Gegend, er plante nun den baldigen angriff auf Edessa. Seiner Meinung hatte man sich nun lange genug vorbereite.
Heute inspizierte er höchselbst die Sturmtruppen. Er liess sich Rammwagen, Sturmtürme, zusammensteckbare Sturmleitern. aber besonderst stolz war er auf zwe gerade fertiggestellte Trebuchets, sowie eine Balliste . Er lobte den Trosshauptman für die Arbeit.
Anschliessend begab er sich zu den Minieren, eigentlich warendas keine Soldaten sondern Bergmänner deren Aufgabe war es unter Festungen, Burgen, Stadtmauern, Tunnel zutreiben, damit die kämpfende Truppe eindringen konnte. er kontrollierte deren Handwerkzeug zúnd war auch hier recht zufrieden.
Alles in allem fand er es sei an der Zeit, den Angriff zu beginnen. Um auf jedes Ungemach vorbereitet zu sein ließ er die Wachen vervierfachen.
Er kehrte zu seinen Wagen zurück und sprach mit Agata.
!Getreues Weib, wenn der Angriff beginnt bleibst Du mit den Tross und einigen Soldaten , welche ich dir samt und sonders unterstell im Lager. Ich vertraue auf Deine Fähigkeiten, du wirst das Lager vor feindlichen Übergriffen zu schützen wissen."
Sagt getan, dann rief er die Offiziere zusammen und unterwies sie, in seinen Schlachtplan.
Ballliste Rammbock

Tribock

10

Sonntag, 28. Oktober 2018, 14:36

Es vergingen die Tage und Agatha hatte sich inzwischen gut eingelebt. Die Männer respektierten sie wie einen Vorgesetzten, was wohl zwar auch ihrem autoritäten Auftritt, hauptsächlich aber wohl der Angst der Soldaten vor ihrem Gatten geschuldet war. Einigen Soldaten konnte die Lekapene sogar das ein oder andere beibringen. Sie war zwar nicht so groß und kräftig wie die Kerls, die sich im Lager tummelten, aber sie war schnell. Flink und technisch war demnach auch ihr Kampfstil, den sie mit ihren Doppelschwertern über die Jahre zur Perfektion trainiert hatte. Wenn sie ehrlich war, fand sie sogar Gefallen am Leben hier draußen, wo ihr Mann das Sagen hatte. Weit weg von der Aristokratie und ihren bürokratischen Sesselfurzern, hier zählte das Wort des Stärkeren - und der Stärkste war nun mal General Argyros.
Eines ruhigen Tages eröffnete Romanos ihr, dass er vorhabe, nun zum Angriff überzugehen. Ganz offensichtlich ging es nun daran, die Grenze zu überschreiten und Edessa zu belagern. Agatha hatte nichts gegen ein ordentliches Gefecht, im Gegenteil. Dennoch hatte sie Bedenken. "Ein Angriff?", fragte sie deswegen. "Hat der Kaiser zur Offensive gegen den Kalifen aufgerufen?" Eigentlich hätte sie ja erwartet, dass Romanos sie unterrichten würde, wenn ein kaiserlicher Befehl dieser Art erfolgte. Eigentlich war der General ja nur zur Sicherung der Grenze hier, also aus rein defensiven Gründen.

11

Sonntag, 28. Oktober 2018, 16:02

Romanos sas auf seinen Stuhl , ihm gegenüber agatha, gerade hatte er ihr seine Pläne offenbart. Was er impulsiv war ,das war sie abgeklärt, also fragte sie ihren ungestümmen Gatten ob denn der Kaiser dieses überhaupt abgesegnet habe. Kramwumm, da hatte die gute agathe, ihren romanos ,wiedermal auf den boden der tatsachen gehölt, während er schon in höheren Sphären schwebte. Romanos verneinte dies brummig, andererseit wusste er dass sein getreues und schlaues weib recht hatte, ohne Order des Kaisers, die Grenze zu überschreiten, war das eine, eine Belagerung einer Stadt , etwaig einen ganzen Krieg mit dem Kalifat vom Zaun zubrechen das andere.
Das konnte sich nicht einmal er ,der Oheim des Kaisers erlauben. Er lächte Agatha freundlich an.
"Was würde ich nur machmal ohne dich tuen Geliebte?"
Er rief nach einen Boten und einen Schreiber. Zwei junge Männer eilten sich dem Rufe zufolgen, sie salutierten und warten ab was ihr Kommandant denn wölle.
E5r wies den schreiber an am tische Platz nehmen , was für jenen eine unerwartete und gro0e ehre ward, er kramte ein Pergamentvor und erwartete ehrfurchtsvoll die Order des Argyros.
"Nun meine liebe Agatha, wenn wir die Erlaubnis nicht haben so werden wir sie uns eben einholen müssen. Schreibe Er folgendes."
 

Romanos Argyros
Heerlager
Ostgrenze

SM
Romanos II.
Kaiser ect.ect.


Euer Majestät ,



zunächst darf ich Euer Majestät, die herzlichsten Glückwünsche zu Eurem wiegenfeste , im meinen Namen und in dem meiner geliebten f
Frau Agatha übermitteln.Mögen Euer Majestät, ewige Gesundheit, und alles Glück der Welt beschienen sein.

Was mich nun zu meinem Anliegen kommen lässt.

Ich erbitte von Euer Majestät die Erlaubnis, die Reichgrenze zu überschreiten un das im Kalfanat gelegene Edessa anzugreifen. mir der Eroberung Edessas hätte wir, hätte Euer Majestät den ersten wichtigen Schritt in Richtung der Eroberung Jerusalems getan.

Euer Majestät sind sicher die Klage eines gewissen Abas von Armenien zu Ohren gekommen, leider hatte ich nach dem fürchterlichen Überfall durch muselmanische Angreifer und interne Verräter, keine andere Wahl und musste eine Aushebung auf armenischen Territorium durchführen lassen.
Nun um dieses leidige Angelegenheit zu bereinigen erbitte ich von Euch ,Euer Majestät, die Gnade , unsere Tochter, [i]Eure Cousine, Thekla Lekapene Argyre, mit den Sohn jenes Abas zu verehelichen. Da ich aus bekannten Gründen nicht daheim bin, erbitte ich Euer Majestät dies selbst veranlassen zu wollen.
[/i]

[i]Ich danke Euer Majestät im vorraus.[/i]

[i]Romanos Argyros.
[/i][i]Euer Euch liebender Oheim
[/i]


[i]gegeben in unserem Heerlager
[/i]
zu nachmittäglicher Stunde, Anno 951, am 29.Tage des Octobers.

 

Als der Schreiber geendet, überflog Argyros das Schreiben kurz,dann zeichnete er es gegen. Der Schreiber wurde gnädig entlassen und trat ab, hingegen Argyros das Schreiben dem Boten überreichte und ihm auftrug dieses Schreiben, dem Kaiser und nur dem Kaiser selbst, zu überbringen. Auch der Bote trat ab und machte sich auf die Reise.
Argyros meinte zu Agatha, "Nun meine Liebe heißt es also abwarten."

12

Sonntag, 11. November 2018, 20:45

Seiner Exzellenz
Prinkeps Romanos Argyros
Domestikos ton exkoubiton
Oberbefehlshaber an der Ostgrenze

Euer Exzellenz!

Se. Majestät der Autokrator geruhen Euch auf diesem Wege mitzuteilen, dass die Causa Armenien in unserem Sinne gelöst wurde: Seine Hoheit der König von Armenien hat zugunsten seines Sohnes, des Kronprinzen Aschot, auf die Ausübung der Regierungsgeschäfte im Königreiche Armenien verzichtet und diesen mit sofortiger Wirkung zum Regenten bestellt. Eine Heirat mit Eurer Tochter, der Prinkipissa Thekla, ist bereits anberaumt worden.

Ferner teilen Euch Se. Majestät der Autokrator mit, dass Euer Ansinnen bezüglich Edessa grundsätzlich bewilligt wurde. Gleichwohl sollt Ihr vorerst vornehmlich dafür sorgen, dass unsere Reichsgrenzen nicht mehr von feindlichen Einheiten überschritten werden, bis Euch eine detaillierte Ausarbeitung der Angriffspläne vom Reichskriegsministerium übersandt wird. Nur im äußersten Notfalle, wenn unmittelbare Gefahr im Verzuge ist, sollt Ihr auch ohne diese konkreten Pläne an die Erstürmung Edessas und alles Weitere gehen, bereits das große Ganze im Blick behaltend, Antiocheia und schließlich Jerusalem betreffend.

Zudem sollt Ihr alle möglichen Anstrengungen darauf verwenden, den Heiligen Gral in unseren Besitz zu bringen, der sich irgendwo im Heiligen Lande befinden muss. Der Wiedergewinnung dieser kostbarsten aller Reliquien ist Priorität einzuräumen. Gleichwohl hat dies geheime Verschlusssache zu bleiben und soll unter keinen Umständen ruchbar werden.

i. A.

Manuel Kamateros
Protonotarios Sr. Majestät

 

13

Sonntag, 11. November 2018, 22:51

Das Schreiben des Kamateros wird Argyros überrbracht. Jeder bekam einen heftigen Tobsuchtanfall, ob der Anordnung sich ruhig zu verhalten. Jeder aber wirklich jeder versuchte dem zornigen General aus dem Wege zu gehen, um nicht erschlagen, erstochen oder erwürgt zu werden. Argyros hatte sich bereit als Herr von Edessa gesehen und als Machtfaktor der Gegend. Nun aber gebot man ihm Stiilzuhalten und wagte es ihm dem kriegserfahrenen general vorzuschreiben was er zu tun und zulassen hatte.
"Dieser Pophans von einen Kriegsminister, welcher nunmehr mein Nachfolger, will mir etwas vorschreiben. Seine Pläne kann er sich in den Hintern stopfen.
Gut , lassen wir die Gelegenheit des sofortigen Angriffs ungenitzt verstreichen. Dann warte ich eben . Aber ich agiere wie mir passt und nicht wie die es wünschen und Edessa wird trotzdem fallen."
Nicht einmal Agatha konnte ihren aufgebrachten Gatten beruhigen.
Das nebenher ihre gemeinsame Tochter Thekla ,den nunmehrigen Herrscher Armienins eheliche, so wie es geplant war, ging in dem Trubel fast unter.

14

Dienstag, 20. November 2018, 22:42

Einige Tage waren ins Land gezogen seit des Schreibens aus Konstantinopel, dass Agathas Gatten Romanos derart in Rage gebracht hatte. An diesem Morgen suchte sie den großen General in seinem Zelt auf, wo er mit einigen Offizieren an Plänen tüftelte. Agatha blieb vor dem Zelteingang stehen und verschränkte die Arme. Nur Sekunden später verstanden die Männer und machten sich hurtig daran, das Zelt zu verlassen. Agatha setzte sich ein böses Grinsen auf, als sie und ihr Mann alleine waren. "Deine Männer lassen sich von den Blicken einer Frau Befehle geben - und die sollen ein ganzes Kaiserreich beschützen?", fragte sie verschmitzt, sich wohl über die Konsequenzen bewusst, was passiert wäre, würden die Offiziere ihr widersprechen: Romanos würde ihnen die Hölle heiß machen. Agatha ging auf ihren Göttergatten zu und legte seine Arme an ihre Hüften, ihre eigenen legte sie über die Schultern des Generals. "Liebster, so sehr ich deine Nähe und die Atmosphäre hier schätze, so sehr dünkt es mich, dass ich mich wieder in die Hauptstadt begeben sollte. Gerade weil der Kriegsminister dich durch die kaiserliche Order versucht an der langen Leine zu halten, brauchst du verlässlichen Rückhalt in Konstantinopel. Dazu kommt die anstehende Hochzeit unserer Tochter mit diesem Armenier. Ich muss und will zuhause sein, um dafür zu sorgen, dass alles seine Ordnung hat. Du hast doch nichts dagegen?"
Dass Agatha längst beschlossen hatte, wieder nach Hause zu reisen, war völlig offensichtlich. Dass sie dennoch ihren Gatten darauf ansprach und ihn sogar quasi um Erlaubnis bat, offenbarte ihren Respekt und ihre Liebe zu Romanos.

"Du kommst hier bestens ohne mich aus. Zuhause bin ich dir eine größere Hilfe. Doch sei dir gewiss, alsbald es nötig wird, werde ich wieder hier sein. Und ich werde dafür sorgen, dass du nicht länger als unnötig hier herumsitzen musst."
Außerdem stand der Winter vor der Tür und obwohl Agatha nicht unbedingt zart besaitet war und die Winter hier in der Gegend nicht so kalt waren wie in der Hauptstadt, ginge es der Prinkipissa im Palast wohl deutlich besser als in einem Militärlager.

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Dienstag, 20. November 2018, 23:02

Romanos hörte seiner klugen und schönen Frau aufmerksam zu. Er nickte bejahend. Selbst wenn er nein gesagt hätte Agatha , hatte ihren eigenen Kopf, das wusste und respektierte er. Ausserdem hatte sie völlig recht. daheim war Agathe jetzt viel nützlicher als hier draussen.
"Schatz , du hast völlig recht, es ist an der Zeit das Du heimkehrst.Natürlich habe ich ich nichts dagegen. auch werden die männer , verzeih meine direktheit froh sein, wenn Du das Lager verlässt, frau General."
So standen sie eng umschlugen, romanos küsste sein geliebtes Weib auf die stirn und hob sie kurzerhand hoch und trug sie zum Reisewagen.
Schliesslich musste er sein geliebtes Eheweib gebührend verabschieden. Er raunzte dem diensthabenden Wachoffizier der Leibgarde, noch etwas von Ohrstöpsel zu , dann verschwanden er und Agatha im Reisewagen.
Wieder merkte man am Gerümpel und Gewackel des Reisewagens was dort vor sich ging. Das Ritual am andren Morgen kannte man bereits, der Zuber wurde vorbereite, Agatha und Romanos baden und kleideten sich an. Anschliessend frühstückte man. Agatha legte ihre Kleidung von der Ankunft an und bestieg ein frisches Ross und ritt in Richtung Heimat davon. Romanos sah ihr lange nach, bis sie verschwunden war.
Nun war er also wieder sich selbst überlassen.

16

Samstag, 24. November 2018, 13:15

Nun da er wieder allein, widmete er sich wieder seinen Angriffsplänen, egal was diese Typen im Kriegsministerium sagen , er Romanos, hat eigene Pläne.
Also beschloss er kurzerhand, dass alle dienstfreien Truppen, also jene die nicht im wechselseitigem Wachdienst, oder im Patroilliendienst eingesetzt sind , an einem Manöver teilzunehmen haben.
Er lies Kentarchos Jonas Dordugos kommen und erklärte ihm seinen Plan.
"Kentarchos, Ihr werdet den feind spielen, dazu lasst ihr euch vom Trosshauptmann farbige , am bessten blaue oder rote tücher aushändigen welche als streifen sichtbar am rechten arm getragen. euer gegner wird keine markierung tragen. ich lasse euch, kentarchos Dordugos, beim aufbau und beim austellen freie hand. ach ja, beinahe hätt ich es vergessen ,als Waffen dienen Stöcke und Schäfte , wir wollen ja schliesslich unsere guten Männer nicht umbringen, sondern nur auf das was unweigerlich kommen wird vorbereiten. Noch eteas Kentarchos, eure geliebte Reiterei wird nicht eingesetzt, denn hr miemt einen festen standort, ich hingegen werde mit reiterei angreifen, allerdings werden es hier auch nur Scheinattacken sein. so , ich hoffe das ihr wisst was ich erwarte, gebt also euer Bestes."
Kentarchos Dordugos salatierte.
" Es geschehe, wie mein gnädigster Herr und General es befiehlt."
Dordugos trat ab um sich seine Truppen auszusuchen und mit den Vorbereitungen zu beginnen.
Am späten Nachmittag melde ein Unterführer des Kentarchos, jener habe die Vorbereitungen beendet, seine Truppen stünden parat.
Also beschloss Argyros mit seinen Truppen am nächsten Morgen , das Manöver zu eröffnen.

17

Dienstag, 18. Dezember 2018, 21:59

Da Manöver lief und es lief gut, Dordugos hatte einen Festungsring errichet, sogar mit Vorposten. Argyros griff nicht wie er eigentlich geplant, mit der Reiterrei an, er liess die vorposten durch die infanterie einnehme und erst dann griff er mit der Reiterei den Ring an.
Am Ende siegte Argyros mit seiner Reiterei.
So , oder so ähnlich, würde er später den Angriff führen, egal was die in Konstantinopel erzählen.
Zufrieden mit sich und seinen Truppen, aber auch mit der Leistung des Dordugos, lud er diesen am Ende des Manövers ein mit ihm zu speisen.
Auch die Truppen liess er nach dem Manöver mit Sonderrationen versorgen.
Allerdings kehrte nun im heerlager auch wieder der schnöde Alltag ein.

18

Freitag, 28. Dezember 2018, 16:36

Kurz vor dem Ende des Dezember traf ein Brief aus der Hauptstadt ein.


Seiner Exzellenz
Prinkeps Romanos Argyros
Domestikos ton exkoubiton &c. &c.

Lieber Oheim!

Rasch schreibe ich dir diese Zeilen, auf dass sie dich noch rascher erreichen. Hinsichtlich jedweder Operation gen Osten ist oberste Priorität der Gewinnung des Heiligen Grales einzuräumen. Daher sind alle dazu notwendigen Entscheidungen unvermittelt und ohne Verzug zu fällen. Nachforschungen hinsichtlich des Verbleibes des Wunderkelches sind einzuholen und, so nötig, herauszupressen, sodann sogleich an mich zu übermitteln, auf dass ich stets des neuesten Standes gewahr bin. Falsche Rücksichtnahme ist zu vermeiden, gilt das Ziel dem dem hehrsten mirakulösen Gral. Ferner ist Ausschau zu halten nach stattlichen Mannen, nicht älter denn in den Zwanzigern, die da dereinst Gralsdiener sein können. Dazu ist auch in den Landen der Ungläubigen suchen. Hierzu sind Zeichnungen der in Frage kommenden Personen anzufertigen und diese eiligst gen Konstantinopel zu entsenden. Vorsicht ist geboten und ein Spektakel gilt es zu verhüten. Vorwärts muss es gehen! Denn so wie es jetzt steht, kann und darf es nicht bleiben. Bleibe treu und handle hurtig und sonder Aufschub.

Verbrenne dieses Blatt.

Dein dir gewogener Kaiser



 

19

Freitag, 28. Dezember 2018, 17:52

Roman erhält den versiegelten Brief durch einen eilboten. er zieht sich in seinen Reisewagen zurück und bricht das siegel, dann liest er das Schreiben.
Kurz darauf erschrickt die Leibgarde Romanos, denn aus dem Reisewagen erklingen Töne , die sie so von Ihrem Herrn nicht kennen.
Romanos Argyros , hält das Schreiben in der Hand und beginnt lauthals dröhnend zu lachen. Er wirft das Schreiben auf den Tisch, greift nach einem Becher und öffnet höchtselbst eine Weinampforen aus der er sich einschenkt. Argyros nimmt einen großen Schluck, dann ergreift er das Schreiben, liesst es abermals und beginnt wieder dröhnend zu lachen.
Jetzt ist unser guter Neffe, völlig irre geworden , denkt er beim Anblick ,dessen was das so steht. Er gießt sich abermals Wein ein, und trinkt den Becher in einem Zug leer.
Argyros springt auf , knüllt das Schreiben zusammen, reisst die Wagentüre auf und springt fast aus dem Reisewagen. Mit schnellen Schritten begibt er sich zu einer der Feuerstellen und wirft das Schreiben hinein. damit war der Geheimhaltung Genüge getan.
"Dordugos" brüllte er .Jener erschien und nahm Haltung an.
"Mein General, befehlen?"
" Ich will das das Lager abgebrochen wird, wir brechen auf. Gott sei den Heiden gnädig. Edessa wird alles erstes Sturmreif geschossen!"
Er gab Dordugos mit der hand ein Zeichen, das jener abtreten durfte.
es dauerte nicht ganz eine Viertelstunde da hallten Befehle durch das Heerlager, Dordugos hatte den Befehl zum aufbruch an die einzelnen Unterführer weitergeleitet.
Zufrieden gab sich Argyros in seinen Reisewagen um sich , wieder dem leckeren Wein zu widmen. Schliesslich würde man ihm schon vermelden wann man Aufbruch bereit sei.

20

Donnerstag, 17. Januar 2019, 19:16

Bonifacius Barcas, kurzeit dem Stab Argyros zugeteilt, hat seine Elefanten zurück. In der Zeit der Ruhephase hat Barcas dafür Sorge getragen, dass die Elefantenreiterei sich sich verdoppelte. Nebenher inspieriert, gerade durch Argyros, stellte er zusätzlich eine Infanterieeinheit auf, welche seiner Elefantentruppe zugeordnet wurde.
Zwar ist er immer noch ein einfacher Kentarchos, hat aber in der Zeit, welche er bei seinem Lehrmeister verbrachte , viel über Taktik, Tuppenführung, ect. gelernt.
Man hatte sich aufgemach und in Eilmärschen die Truppen Argyros zu erreichen, nun am frühen Abend war es soweit. Kentarchos Barcas war mit seiner Truppe im Lager , besser gesagt im abgebrochen Lager des Generals angekommen.
Hier rüstete man sich für den Zug gen Edessa, nun denn was blieb Barcas weiter übrig, als sich ebenfalls bereit zu machen. Wobei es ihm lieber gewesen wäre, seine Männer hätten noch etwas ruhen können, nach der Strapaze.
Er selbst meldete dem General seine Ankunft.

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